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Lokalsport Bestzeiten für Marburger Läuferinnen
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13:00 02.06.2021
Julia Swelam vom TSV Kirchhain.
Julia Swelam vom TSV Kirchhain. Quelle: Helmut Schaake
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Braunschweig

Trotz der monatelangen Corona-bedingten Anspannung: Die Leichtathletik lebt. Es finden wieder Stadionveranstaltungen statt, zwar mit Test- und Maskenpflicht, dem nötigen Abstand sowie nur mit Trainern und Betreuern, aber die Freude bei den Athleten, die endlich wieder Leistungen zeigen können, ist groß.

Die lange Anfahrt zum Braunschweiger Tag der Zehner auf der Bezirkssportanlage Rüningen hat sich für Lena Ritzel (VfL Marburg) jedenfalls gelohnt. Fünf Zeitläufe waren für die 85 Starter über die 25 Stadionrunden angesetzt. Nach fast einem Jahr Wettkampfpause konnte Ritzel am Ende ihre persönliche Bestzeit über 10 000 Meter aus 2019, die sie in Regensburg mit 37:21,06 Minuten lief, pulverisieren und mit 36:14,10 Minuten deutlich vor Felicitas Rihm (SSC Berlin) in 36:46,24 Minuten die Frauenkonkurrenz gewinnen. Damit machte sich die Buchenauerin zum 22. Geburtstag selbst die größte Freude und rückte auf Platz 3 in der ewigen Kreisbestenliste und Platz 15 in der aktuellen Deutschen Bestenliste vor. Sieger bei den Männern wurde Julian Großkopf (LAZ Ludwigshafen) in 30:48,63 Minuten.

Bei der Pfungstädter Laufgala wurden eine Woche vor den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Braunschweig ganz schnelle Mittelstreckenrennen verzeichnet. So konnte auch 800-Meter-Hessenmeisterin Julia Swelam (TSV Kirchhain) ihre Bestzeit als Siegerin des B-Laufs auf 2:08,03 Minuten verbessern. „Die Steigerung vom letzten Jahr von 2:08,27 Minuten und der tolle Endspurt auf der Zielgeraden waren eine gelungene Generalprobe und lassen mich selbstbewusst am Wochenende nach Braunschweig fahren“, so Swelam im Gespräch. Siegerin im A-Lauf wurde Hanna Klein (LAV Tübingen) in 2:04,19 Minuten.

Einen neuen Hessenrekord stellte die erst 15-jährige Jana Becker (LG Wettenberg) in diesem Rennen als 6. in 2:07,45 Minuten auf. Für den Höhepunkt des Abends sorgte Marvin Heinrich (Eintracht Frankfurt) über 800 Meter, als er sich um zwei Sekunden auf 1:45,66 Minuten steigerte und damit nur um eine halbe Sekunde die Olympianorm verpasste. Als Zweiter steigerte sich Dennis Biederbick (Eintracht Frankfurt) um mehr als eine Sekunde auf 1:46,10 Minuten und lag vor Christian von Eitzen (Athletics Team Karben/1:46,90 min).

Einen tollen Saisoneinstieg zeigte in Mainz beim Puma Nitro Meeting Hürdensprinterin Laura Sewing (TSV Kirchhain), nachdem sie lange auf den ersten Wettkampf über 100-Meter-Hürden warten musste. Die letztjährige Hessenmeisterin über die Hürden (14:52; Friedberg) steigerte sich im ersten Zeitlauf als 3. gleich auf 14:30 Sekunden. Im Finale konnte sie sich hinter der Siegerin Viktoria Müller (LG Rhein-Wied) nochmals erheblich auf 14:07 Sekunden steigern.

Talente glänzen bei Ländervergleichskampf

Nach dem die 16-jährige Theresa Ruppersberg (ASC Breidenbach) beim Verbändekampf der U 18 Hessen, Bayern und Baden-Württemberg in Ulm für Hessen über 2 000-Meter-Hindernis als 5. in 7:58,04 Minuten einen Punkt geholt hatte, konnte sie an diesem Wochenende beim Läuferabend in Dortmund über 800 Meter ihre Bestzeit als 2. um drei Sekunden auf 2:25,55 Minuten verbessern. Siegerin wurde Hanna Odendahl (LAV Bayer Uerdingen) in 2:14,53 Minuten.

In seinem ersten Wettkampf nach langer Verletzungspause belegte Kilian Schreiner (ASC Breidenbach) in Olfen über 1 500 Meter der Männer bei widrigen Bedingungen mit Regen in 4:00,33 Minuten Platz zwei. Sein Vereinskamerad Lorenz Rau errang Platz drei in 4:04,65 Minuten. Die ASC-Nachwuchsläuferinnen, die 14-jährige Charlotte Weigand und die 13-jährige Elisabeth Schneider, lieferten schnelle 3 000-Meter-Zeiten ab. Weigand kam in 11:06,20 Minuten nahe an ihre Bestzeit, während Schneider mit 11:06,46 Minuten knapp dahinter lag, mit den Plätzen 7 und 8 bei den älteren WU 18.

Den zweiten Auftritt hatte der letztes Jahr so erfolgreiche Kilian Schreiner bei einem Einladungsrennen in Hillesheim in der Eifel über 5 000 Meter in einem internationalen Feld, doch zum Startbeginn setzte ein Wolkenbruch mit Hagel und starkem Wind ein, sodass die Zeiten sprichwörtlich vom Winde verweht wurden. Es siegte bei perfekter Organisation der Spanier Youssef Taouissi in 14:00,91 vor Hlynur Andrésson aus Island in 14:10,47 und Yorben Ruiter aus den Niederlanden in 14:11,12 Minuten. Dahinter erst erreichte der deutsche Crosslauf-Meister Samuel Fitwi nach 14:17,73 Minuten das Ziel. Schreiner kämpfte sich durch und belegte Platz neun in 14:56,20 Minuten.

Von Helmut Schaake