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Mit dem Reifen um die Hüfte den Speck besiegen
Mit dem Reifen um die Hüfte den Speck besiegen
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12:00 02.01.2022
Manuela Köster-Feicht möchte Hula-Hoop-Kurse anbieten.
Manuela Köster-Feicht möchte Hula-Hoop-Kurse anbieten. Quelle: Bodo Ganswindt
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Stadtallendorf

Sie scheint die gute Laune gepachtet zu haben. Manuela Köster-Feicht wirkt ansteckend auf ihre Umgebung. Sie strahlt und verbreitet positive Energie – irgendwie. Das war offenbar nicht immer so, wie sie einräumt. Ihr heutiger Alltag ist ausgefüllt mit all jenem, was Beruf und Familie von ihr fordern. Das war auch vorher so, doch nun verrichtet sie ihr Tagwerk frohgemut und in dem Bewusstsein, etwas Gutes zu tun – für sich, aber auch für andere.

Im Hauptberuf begleitet sie behinderte Kinder im täglichen Unterricht. Nebenamtlich engagiert sie sich seit nunmehr 18 Jahren als Mitarbeiterin im Café-Team des Stadtallendorfer Jugendzentrums. „Ich leite die Mädchengruppe“, sagt sie, „wir kochen, backen, basteln und spielen, diskutieren über verschiedene Themen, etwa über Freundschaft oder darüber, wie man mit seinem Körper umgeht.“ Dabei können die jungen Frauen von den Erfahrungen der 41-Jährigen durchaus profitieren.

Schock-Moment durch das eigene Foto

Drei Kinder, Mann und Hund sind unter einen Hut zu bringen. Das mag zehren, kann aber auch Erfüllung bedeuten. Jedenfalls dann, wenn man mit sich und dem persönlichen Umfeld im Reinen ist. Was das Persönliche anbelangt, so hat Köster-Feicht die ein oder andere Krise durchlebt und – danach sieht es momentan aus – auch bewältigt. „Als ich nach der Geburt meines dritten Kindes ein Foto von mir gesehen habe, bin ich erschrocken“, erinnert sie sich. Sie habe etliche Kilogramm zu viel nicht nur auf den Rippen getragen.

„Ich wusste, es muss etwas passieren, und habe fortan mein Leben umgestellt, und zwar mit Hilfe von Sport und bewusster Ernährung.“ Das nimmt seinen Anfang im Frühjahr 2020. Und eineinhalb Jahre später ist sie um 40 Kilogramm leichter. Ihr persönliches Rezept: Gemäß einem speziellen Konzept täglich drei Mahlzeiten zu je 300 Gramm mit geringen Kohlehydratanteilen sowie körperliche Bewegung.

„Ich habe per Facebook viele Leute mitgenommen auf meinem Weg zu einer schlankeren Figur“, sagt sie. Sie poste Bilder, auf denen zu sehen ist, wie sie seinerzeit und jetzt aussehe. Allerdings wolle sie damit nicht kokettieren. „Vielmehr will ich andere motivieren.“ Ihre Botschaft richtet sich gleichermaßen an Jugendliche und Erwachsene. „Grundsätzlich muss man sich selbst treu bleiben“, rät sie.

Wesentlichen Anteil an ihrer Metamorphose hat ein Hula-Hoop-Reifen, dessen Bedeutung sie für die Verringerung ihres Bauchumfanges und den Zuwachs an Muskeln erkennt. Im Juni 2020 kauft sie einen der Reifen.

„Ich habe zwei Monate gebraucht, bis ich ihn um die Hüfte kreisen lassen konnte, aber dann machte es immer mehr Spaß, und ich erlebte nach und nach ein anderes, besseres Körpergefühl. Auch die Rückmeldungen, die ich von anderen erhielt, bestärkten mich auf meinem Weg.“

Mit Spaß an der Bewegung zum Hula-Hoop

Es habe im Hinblick auf die Verringerung des Körpergewichtes auch schon mal einen dreimonatigen Stillstand gegeben, aber sie hat sich nicht entmutigen lassen. Im Gegenteil: Sie lässt sich auf Kosten der Stadt in Sachen Hula zur Fitnesstrainerin ausbilden.

„Ich wollte diesen Sport auch im Stadtallendorfer Jugendzentrum anbieten.“ Ein erster Anfang ist bereits gemacht, ehe der erste Lockdown wegen Corona eine Zäsur setzt. Die etwa acht- bis zehnjährigen Mädchen beschäftigen sich vorübergehend mit der Fertigung eigener Hula-Reifen.

Jetzt werden die Kurse erneut beworben. Die Zielgruppe sind vor allem Teenager im Alter von 8 bis 17 Jahren, die Spaß an der Bewegung haben. Falls es die Pandemielage zulässt, könnte Anfang Februar ein neuer Kurs beginnen. Gedacht wird auch an ein Angebot für Erwachsene.

 Nähere Informationen gibt es auf der Internetseite des Stadtallendorfer Jugendzentrums unter www.juz-stadtallendorf.de

Von Bodo Ganswindt