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Lokalsport Victoria Bieneck will zu Olympia
Sport Lokalsport Lokalsport Victoria Bieneck will zu Olympia
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16:00 21.01.2020
(Archivbild) Beachvolleyballerin Victoria Bieneck (rechts) will gemeinsam mit Isabel Schneider zu den Spielen nach Tokio. Quelle: Imago
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Marburg

Ein schwieriges Jahr ging für das Beachvolleyball-Duo Victoria Bieneck und Isabel Schneider jüngst zu Ende, zugleich blicken die beiden zuversichtlich auf die Saison 2020, die unter anderem mit den Olympischen Spielen und einem Major-Series-Turnier in Hamburg einige Höhepunkte bereithält.

„Im Großen und Ganzen sind wir nicht so zufrieden, vor allem mit der ersten Saisonhälfte“, sagt Victoria Bieneck im Rückblick auf die vergangene Saison. Mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2018 war, neben den Erwartungen von außen, auch der Anspruch der beiden selbst gestiegen. „Wir sind mit großen Erwartungen reingegangen und wollten da noch einen draufsetzen. Das ist uns erst mal nicht gelungen“, erklärt Bieneck.

Für die Schweinsbergerin und ihre Partnerin Isabel Schneider ging die Saison erst mit dem World-Tour-Turnier im mexikanischen Chetumal Mitte November zu Ende. In Mexiko startet für die beiden auch die neue Saison. „Wir hatten nach dem letzten Turnier in Chetumal keine Zeit für eine große Pause, weil es Ende März schon mit dem nächsten Turnier in Cancun weitergeht“, berichtet die 28-Jährige.

Bereits während der vergangenen Saison gab es einige Veränderungen im Trainerteam. Zu diesem gehört bereits seit einigen Monaten auch Olympiasiegerin Kira Walkenhorst. „Wir kennen uns schon seit, ich glaube, 15 Jahren. Kira hat vergangene Saison viel mitgelitten, dass wir unser Potenzial nicht abgerufen haben. Ihre spielerische Erfahrung ist groß und liegt noch nicht lange zurück, trotzdem kann sie von außen einen Blick auf unser Spiel werfen“, sagt Bieneck und erklärt weiter: „Sie wird uns vor allen Dingen in den Bereichen Blockabwehr und Aufschlag unterstützen, wo auch ihre Stärken als Spielerin waren. Wir haben schon viel gemeinsam trainiert und das läuft sehr gut.“

Mit Blick auf Olympia in Tokio hat sich die Ausgangslage für das Duo Bieneck/Schneider etwas verschlechtert. Je zwei Teams dürfen pro Nation maximal antreten, aktuell haben sich die deutschen Frauen zwei Startplätze erspielt, die endgültige Entscheidung fällt aber erst im Juni. In der Qualifikationsrangliste stehen Bieneck/Schneider derzeit auf dem dritten Rang, wer am Ende nach Tokio fährt entscheidet allerdings der Verband.

Möglich ist eine Teilnahme also nach wie vor, dafür muss die erste Saisonhälfte aber sehr gut laufen. „Was die anderen spielen, können wir natürlich nicht beeinflussen, aber was auf jeden Fall passen muss ist, dass wir gesund durch die Vorbereitung kommen und direkt auf den ersten Turnieren ein Zeichen setzen können“, sagt Bieneck, die sich – sollte es nicht klappen – aber auch auf den Major-Series-Abschluss in ihrer Wahlheimat und weitere Events freut: „Die Saison hat neben Olympia noch einiges mehr zu bieten und wir haben ja auch noch die Deutsche Meisterschaft.“

Kurzfristig geht es für Bieneck und Schneider im Winter nun noch zwei Mal ins Trainingslager und zum Saisonstart auch zu einigen Turnieren nach Asien. „Vielleicht machen wir auch nochmal etwas ganz neues“, sagt Bieneck mit Blick auf die Vorbereitungszeit.

von Philipp Pawlik