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Lokalsport Pohland geht in nächste Amtszeit als Präsident
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13:00 19.06.2022
Der Vorstand des BC Marburg mit Präsident Oliver Pohland (von links), Eileen Hartmann, Uli Semler, Florian Portsteffen, Frank Eifert, Björn Backes, Hilde Rektorschek, dem neuen Vizepräsidenten Stefan Gnau, Christina Scholz und Norbert Müller.
Der Vorstand des BC Marburg mit Präsident Oliver Pohland (von links), Eileen Hartmann, Uli Semler, Florian Portsteffen, Frank Eifert, Björn Backes, Hilde Rektorschek, dem neuen Vizepräsidenten Stefan Gnau, Christina Scholz und Norbert Müller. Quelle: Foto: Marcello Di Cicco
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Marburg

Oliver Pohland geht in eine weitere Amtszeit als Präsident des Basketball-Clubs (BC) Marburg. Auf der Mitgliederversammlung erhielt Pohland mit 23-Jastimmen bei vier Gegenstimmen zwar kein einstimmiges Mandat, aber eines, mit dem er mit seinem neuen Führungsteam nach zwei schwierigen Corona-Jahren die anstehenden Aufgaben anpacken kann.

„Wir hoffen nun auf eine Saison, in der so etwas wie Normalität herrscht“, sagte Pohland nicht nur mit Blick auf die Bundesligateams, sondern auch auf alle anderen Teams von der Jugend bis zu den Erwachsenen, die allesamt unter den Einschränkungen für den Spiel- und Trainingsbetrieb gelitten hätten – genau wie der Verein, wie Vorstandsmitglied Björn Backes bei der Vorstellung der Zahlen für 2021 deutlich machte.

Geisterspiele

Mit einem Defizit von 18 000 Euro schloss der BC in 2021 ab. Ein Grund: Geisterspiele und dadurch fehlende Einnahmen aus Ticketing und Catering bei höheren Kosten für den Spielbetrieb (allein 7 000 Euro für Corona-Tests). Backes’ Fazit: „Angesichts aller Umstände gehen 18 000 pro Jahr noch.“

Dass die Trainer viel Engagement gezeigt hätten und auch aus diesem Grund so gut wie keine Mitgliederverluste im Vergleich zu 2020 zu verzeichnen gewesen seien, habe sich ebenso positiv ausgewirkt wie die Tatsache, dass „nur ein paar wenige, aber keine großen Sponsoren abgesprungen“ seien, erläuterte Backes. „Trotz Corona konnten wir unsere Sponsoreneinnahmen erhöhen“, berichtete Vorstandsmitglied Stefan Gnau.

Kaderplanung

Im bisherigen Vizepräsidenten Jan-Bernd Röllmann sowie Andrea Suntheim-Pichler und Samir Suliman schieden drei Mitglieder aus dem Vorstand aus. Gnau wurde bei einer Gegenstimme und vier Enthaltungen zum neuen Vize gewählt. In Christina Scholz, Eileen Hartmann und Florian Portsteffen kamen drei neue Beisitzer hinzu. Als Beisitzer in den Vorstand wiedergewählt wurden Backes, Frank Eifert, Christine Hellkötter, Norbert Müller, Hilde Rektorschek und Uli Semler. Für 15-jährige Mitgliedschaft im Verein wurden Peter Gronski, Elias Boutama, Jürgen Linker und Adi Ahlendorf ausgezeichnet.

Personalia wurden während der knapp zweistündigen Versammlung ebenso verkündet: Die Kaderplanung fürs Bundesligateam sei fast abgeschlossen, zwei oder drei Spielerinnen sollen in den nächsten Tagen noch hinzustoßen. Teammanager Gnau dämpfte zugleich die Erwartungen. „Bisher ist es ein Low-Budget-Team. Es darf keiner erwarten, dass wir im nächsten Jahr um die Deutsche Meisterschaft mitspielen. Wir müssen erstmal den Verlust ausgleichen.“ Ein Trainer fürs Zweitligateam soll in den nächsten Tagen verkündet werden. Das U-18-Bundesliga-Team übernimmt Mali Sola als Cheftrainerin, ihr assistiert Patrick Unger (siehe oben stehender Bericht).

Von Marcello Di Cicco