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Lokalsport Volles Programm nach kurzer Pause
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18:14 05.01.2020
Die Marburgerin Finja Schaake (links) Mitte Dezember bei der 73:92-Bundesliga-Niederlage beim TSV Wasserburg um Brittany Hodges. Am ersten Sonntag im neuen Jahr treffen sich beide Mannschaften an gleicher Stelle zum Pokal-Viertelfinale wieder. Quelle: Wolfgang Fehrmann
Marburg

Nur gut zwei Wochen ­liegen für die Marburger Basketballerinnen zwischen dem letzten Pflichtspiel 2019 und dem ersten Pflichtspiel im neuen Jahr. Und es geht gleich mit einem straffen Programm weiter. Mit einem Pokalspiel beim Bundesliga-Zweiten.

Die Blue Dolphins nutzten die Tage um Weihnachten und Neujahr, um zu entspannen, um auch mal auf andere Gedanken zu kommen. Die US-Amerikanerinnen im Team flogen zu Familie und Freunden in die Vereinigten Staaten, auch die übrigen Spielerinnen nutzten die Zeit, um, wie es Finja Schaake formuliert, „mal gar nicht an Basketball zu denken und was ganz anderes zu machen“.

Sie selbst war im Urlaub, genauer gesagt auf Kreuzfahrt im Atlantik mit Stopps an den Häfen mehrerer Kanarischer Inseln. „Wunderbar war’s“, sagt die Nationalspielerin und freut sich darauf, jetzt wieder Basketball zu spielen – wohl wissend, dass direkt wieder ein „ziemlich rasantes Programm“ auf das Marburger Team zukommt.

Pokal-Viertelfinale

Alba Berlin (2. Liga) – Xcyde Angels Nördlingen (So., 15.30 Uhr)
TSV Wasserburg – BC Pharmaserv Marburg,
GiroLive Panthers Osnabrück – TK Hannover (beide So., 16 Uhr)
Rutronik Stars Keltern – Eisvögel USC Freiburg (So., 17.30 Uhr)

Im November und Dezember hatte der BC Pharmaserv meist zwei Partien pro Woche, die letzte davon erst am 21. Dezember in der Liga gegen Meister Herner TC (63:71-Niederlage). Jetzt sind es direkt vier Spiele binnen acht Tagen:

Nach dem Pokal-Viertelfinale am Sonntag (16 Uhr) beim früheren Serienmeister TSV Wasserburg stehen am Dienstag und Mittwoch (jeweils 20 Uhr) Hin- und Rückspiel im Europacup gegen CSM Satu Mare – beide in Marburg, da der rumänische Club nachgemeldet hatte – an, ehe am nächsten Sonntag (16 Uhr) beim SV Halle nach zuletzt sieben Bundesliga-Niederlagen in Folge dringend Punkte für die Playoffs und gegen den Abstieg her müssen.

Keine 12 Stunden Fahrt für eine Klatsche

Für Trainer Patrick Unger und sein von Verletzungen gebeuteltes Team hat die Liga allerhöchste Priorität. Dennoch strebt der BC auch im Wasserburger Sport- und Freizeitzentrum – in der Liga hatte es dort vor knapp drei Wochen eine 73:92-Niederlage gegeben – einen Sieg an, wie Schaake betont: „Wir wollen nicht wieder sechs Stunden hin und sechs Stunden zurück fahren, um dort mit 20 oder 30 Punkten Abstand zu verlieren.“

Gestern Abend trafen sich einige Spielerinnen zu einem ersten lockeren Training im neuen Jahr, heute stehen zwei Einheiten auf dem Programm. Joey Klug hatte nach ihrem Bänderriss bereits vor Weihnachten wieder leicht trainiert und dürfte in Wasserburg in Ungers Kader stehen. Die langzeitverletzten Marie Bertholdt (Kreuzbandriss) und Alex Kiss-Rusk (Schulterverletzung) fehlen hingegen weiterhin und werden – Qualifikation vorausgesetzt – voraussichtlich frühestens in den Playoffs zurückkehren.

von Stefan Weisbrod