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Lokalsport Marburgerinnen wollen ersten Sieg
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20:05 27.09.2019
Finja Schaake (rechts) will mit den Blue Dolphins Marburg den ersten Saisonsieg einfahren. Quelle: Debbie Jayne Kinsey
Marburg

Während die anderen Erstligisten nur im Pokaleinsatz sind, steht für den BC Pharmaserv Marburg und die BasCats Heidelberg zusätzlich eine Bundesliga-Partie auf dem Spielplan.

Dass Änderungen Zeit brauchen, ist Patrick Unger klar. Deshalb nahm es der Marburger Trainer seinen Schützlingen auch nicht krumm, dass zum Saisonauftakt bei der 61:76-Niederlage gegen die Xcyde Angels Nördlingen im neuen Offensivsystem nicht alles funktionierte (die OP berichtete). „Sauer aufgestoßen ist mir die Einstellung“, stellte Unger aber nochmals klar. „Vor allem nach Ballverlusten und wie wir uns defensiv verhalten haben.“

Auch Gegner verlor zum Saisonstart

Die Spielerinnen immerhin zeigten sich einsichtig. „In der ersten Halbzeit haben wir nur mitgespielt, in der zweiten sind wir auseinandergefallen. Das darf nie wieder passieren“, gab Kapitänin Marie Bertholdt sich selbst, aber auch ihren Teamkolleginnen für den weiteren Saisonverlauf mit auf den Weg. „Hoffentlich haben wir daraus gelernt. Denn das Gefühl danach hat keinem gefallen.“

Nun wollen die Blue Dolphins sich ein besseres Gefühl für das kurze Wochenende holen. Zu Gast in der Gaßmann-Halle ist um 20 Uhr Aufsteiger BasCats Heidelberg, der zum Auftakt beim Season Opening 
in Hannover mit 58:64 gegen Göttingen verlor.

Knappe BC-Niederlage im Testspiel

„Das ist keine Laufkundschaft“, warnt Unger, zumal in der Niederländerin Janiek van Veen auch noch die etatmäßige Aufbauspielerin fehlte. Trotzdem „haben sie ein sehr gutes Spiel gegen eine gute Mannschaft abgeliefert“.

Gewarnt sind die Marburgerinnen schon deshalb, weil sie ihr erstes Vorbereitungsspiel gegen Heidelberg bestritten – und mit 78:79 unterlagen. „Das sollte man nicht auf die Goldwaage“, legen meint BC-Flügelspielerin Finja Schaake zwar. Aber sie weiß auch, dass man den Aufsteiger nicht unterschätzen sollte.

Video und Fotos

Hier stellen wir die Blue Dolphins vor.

Das sollte man in der ausgeglichenen Bundesliga ohnehin nicht, meint Patrick Unger, der sich nach dem zentralen Saisonauftakt in seiner Einschätzung bestätigt sieht: „Viele Mannschaften werden eng beisammen sein.“ Und mit Herne und Keltern würden „zwei vorweg marschieren“.

Heidelberg verfügt laut Unger über ein Team, in dem alle werfen könnten und das aggressiv zum Korb ziehe. „Sie sind schlecht zu lesen“, schlussfolgert der Trainer. Damit spielt der Aufsteiger so, wie es Unger mit dem BC auch gerne würde: weg vom Systembasketball, hin zum freien Spiel. Der Vorteil des Gegners: „Heidelberg spielt in der Konstellation seit einem Jahr zusammen. Da haben sich die Rollen nicht neu verteilt.“

Schon Sonntag geht's weiter

Beim BC müssen sich die Abläufe nach den Abgängen der Amerikanerinnen Katie Yohn und Paige Bradley noch neu einspielen, da müssen auch Spielerinnen wie die Neuzugänge Candice White und Theresa Simon ihre Rollen im Team erst finden. Im besten Fall ist schon diesen Freitag gegen Heidelberg ein klarer Fortschritt zu erkennen, der in einem Sieg mündet.

Dann könnten die Blue Dolphins mit einem besseren Gefühl nach Leverkusen fahren. Dort steht bereits am Sonntag um 16.30 Uhr die Partie der zweiten DBBL-Pokalrunde
 gegen den Zweitligisten BBZ Opladen an.

von Holger Schmidt