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Lokalsport Frauen-Bundesligen setzen Abstieg aus
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16:58 11.02.2021
BC Marburgs Rachel Arthur (rechts) kommt gegen Sanja Mandic (Keltern) zum Korbwurf.
BC Marburgs Rachel Arthur (rechts) kommt gegen Sanja Mandic (Keltern) zum Korbwurf. Quelle: Foto: Thorsten Richter
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Marburg

Die Damen Basketball Bundesligen (DBBL) folgen einer Empfehlung des Lizenzausschusses zur Anpassung der bisherigen Ab- beziehungsweise Aufstiegsregelungen, die aufgrund der Corona-Pandemie und den sich daraus ergebenden Veränderungen der sportlichen Rahmenbedingungen für die laufende Saison ausgesprochen wurde.

Wie die DBBL gestern auf ihrer Homepage mitteilte, erhalten die Mannschaften auf den Plätzen elf und zwölf der offiziellen Abschlusstabelle der laufenden Saison in der 1. Bundesliga auch für die kommende Saison das sportliche Teilnahmerecht für die höchste deutsche Spielklasse. Wie bereits in der vergangenen Spielzeit, die Pandemie-bedingt abgebrochen wurde, gibt es also keine sportlichen Absteiger.

„Wir finden diese Lösung gut – allein weil es viele Unwägbarkeiten gibt und womöglich auch Ungerechtigkeiten. Es wäre nicht in Ordnung, wenn man deshalb absteigen müsste“, sagt Stefan Gnau, Vorstand und Teammanager des BC Pharmaserv Marburg. Die zwölf Bundesligisten hätten der Empfehlung einstimmig zugestimmt, so Gnau.

Auch für Mannschaften der 2. Bundesliga wird der Abstieg ausgesetzt. Alle dort derzeit spielenden Teams erhalten das sportliche Teilnahmerecht auch für die Saison 2021 / 22. Aufsteiger soll es hingegen geben; zwei Zweitligisten erhalten für die nächste Spielzeit das sportliche Teilnahmerecht fürs deutsche Basketball-Oberhaus. „Der Modus zur Qualifikation soll zeitnah festgelegt werden“, schreibt die Liga auf ihrer Internetseite. Der laufende Spielbetrieb solle in allen Bundesligen „im Rahmen der gültigen Bestimmungen und im Sinne der Damen Basketball Bundesligen sowie in Abhängigkeit der weiteren Entwicklungen“ fortgesetzt werden.

Aufgrund der Beschlüsse könnten am Spielbetrieb der Saison 2021/22 der 1. Bundesliga bis zu 14 Mannschaften teilnehmen. Sollte es Aufsteiger aus den Regionalligen geben, erfolge bei Bedarf zudem eine Aufstockung der geteilten 2. DBBL über 24 Mannschaften hinaus. Ein möglicher Teilnehmerüberschuss in den jeweiligen Bundesligen soll im Hinblick auf die übernächste Saison (2022 / 23) ausgeglichen werden, sodass die Soll-Stärke von 12 Mannschaften in der 1. Liga beziehungsweise 24 Mannschaften in den zweiten Bundesligen dann wiederhergestellt wird.

Von Marcello Di Cicco