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Lokalsport „Dieses Spiel müssen wir gewinnen“
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19:16 14.02.2020
Finja Schaake (rechts, hier im Spiel gegen den TSV Wasserburg) will mit dem BC Marburg am Freitagabend gegen Halle einen wichtigen Sieg landen. Quelle: Tobias Hirsch
Marburg

Dem Tabellenzehnten BC Marburg steht ein Wochenende der Wahrheit ins Haus: Die Mannschaft von Trainer Patrick Unger spielt diesen Freitag gegen den Tabellennachbarn Halle Lions (11.) und am Sonntag (16 Uhr) bei den Eisvögeln USC Freiburg (6.).

Den Blue Dolphins stehen ereignisreiche und wegweisende Tage bevor. „Mit Freiburg beschäftige ich mich noch gar nicht“, sagt Unger. Zu sehr sind der Fehltritt gegen den TSV Wasserburg (68:88) und das anstehende Duell mit Halle ­präsent.

„Gegen Wasserburg war nicht alles schlecht. Wir sind ­super gestartet“, gibt Finja Schaake zu bedenken. Doch die 27-jährige BClerin weiß auch: „Unsere Situation ist gerade etwas brenzlig. Dieses Spiel müssen wir gewinnen.“ Gerade vor dem Hintergrund, dass am Wochenende definitiv Bewegung in die hintere Tabellenregion kommen wird.

Die Kunst, den Druck zu vergessen

Denn am Sonntag (18 Uhr) trifft Halle auf Göttingen – also das Team, das als Liga-Achter Fixpunkt ist, wenn man auf den letzten Playoffplatz schielt. Momentan heißt es für den BC allerdings: Abstiegskampf.

„Die Kunst ist es, den Druck zu vergessen“, sagt Schaake, die im Oktober 2009 ihr Debüt beim Bundesligisten von der Lahn gab, schon viermal ­DM-Bronze, zweimal Pokal-Bronze und 2018 das Finale der Central Europe Women League (CEWL) mit dem Team erreichte, aber feststellt: „In so einer Situation war ich noch nie.“

Hinspiel ging mit 68:64 an Marburg

Im Falle einer Niederlage würde der BC bei dann noch fünf ausstehenden Hauptrunden-Partien auf einen Abstiegsplatz rutschen. Von der Frage „Was passiert, wenn?“ lässt sich Unger, den dieser Tage eine Bronchitis plagt, aber nicht treiben – im Gegenteil.

Der 37-Jährige geht mit positiver Grundstimmung an die Aufgabe heran: „Es ist zwar ein entscheidendes Spiel, aber wir haben auch die Chance, unserer von Pech geplagten Saison eine positive Note zu verleihen“, spielt der Headcoach auf die vielen verletzungsbedingten Ausfälle an. Optimistisch ist auch Schaake, denn: „Wir haben Halle in dieser Saison schon einmal geschlagen. Wieso sollten wir das nicht noch einmal schaffen?“, fragt sie.

Schicksal nicht in fremde Hände geben

Der 68:64-Erfolg gegen die ­Lions vor knapp fünf Wochen ist zugleich der letzte Sieg des BC in der Bundesliga, in der Halle allerdings bisher auf fremdem Parkett alles andere als zu überzeugen wusste: Auswärts hat das Team von Trainer José Miguel Araujo nämlich noch gar nicht gepunktet.

Dennoch warnt Unger vor dem Gegner: ­„Halle hat keinen schlechten Kader, ist aber eine unberechenbare Mannschaft, die sehr gute, aber auch sehr schlechte Spiele gemacht hat.“ Wichtig sei, „unser Schicksal nicht in deren Hände zu geben“, fordert Unger – und im Vergleich zur Vorwoche: „härter verteidigen und Leben und Emotionen ins Spiel bringen“, so der Marburger Coach.

von Marcello Di Cicco

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