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Lokalsport Für die Dolphins geht es um Platz drei
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00:18 28.04.2019
Marburgs Dreierspezialistin Katie Yohn (rechts) hatte in den beiden Bundesligaspielen gegen ­Wasserburg um Laura Hebecker einen schweren Stand. Quelle: Michael Hoffsteter
Marburg

Der amtierende Deutsche Meister aus Keltern war im Halbfinale zu stark. Statt um die Deutsche Meisterschaft geht es für die Blue Dolphins nur noch um Platz drei, um den Trostpreis also.

„Ganz egal“, sagt BC-Coach Patrick Unger zur Frage, ob die beiden Spiele nun mehr im Kopf als über die Taktik entschieden werden. „Wir müssen auch so motiviert sein.“

Zwei Partien sind es also noch in dieser bislang so erfolgreichen Saison. Anders als die bisherigen Playoffs und auch das Finale wird der dritte Platz nur in Hin- und Rückspiel ausgespielt, ähnlich wie die K.-o.-Runde des Europapokals im Fußball.

Letzte Spiele in dieser Besetzung

Erst einmal geht es am Donnerstag, 25. April, für Marburg also um eine gute Ausgangslage für das Rückspiel, das am Samstag um 19 Uhr in der Georg-Gaßmann-Halle ausgetragen wird. Doch davon will Unger nichts wissen. „Gewinnen“, lautet seine einfache Marschroute – wobei ein Sieg ja selbstverständlich auch eine gute Ausgangslage wäre.

Nach Bronze im deutschen Pokal, wo der Herner TC im Halbfinale etwas besser war, soll es noch einmal Edelmetall geben für die Blue Dolphins. Es wäre ein gelungener Abschluss für eine Mannschaft, die vom großen Zusammenhalt getragen wurde und wird – aber nach Jahren der Konstanz wohl vor einem größeren Umbruch steht nach der Saison. „Wir wissen, dass ein paar Leute nicht zurückkommen“, verriet Unger mit Blick auf die neue Saison. Eine Kaffeefahrt nach Wasserburg war es am Mittwoch dennoch nicht: „Wir liegen uns nicht heulend in den Armen, weil es so schade ist.“

Bertholdt fällt weiterhin aus

Würden die beiden Partien so ausgehen wie in der Bundesliga, stünde Marburg mit leeren Händen da. Zwar gewannen die Blue Dolphins ihr Heimspiel mit 63:58, doch in Wasserburg gab es eine 65:73-Niederlage. Dabei stand die Begegnung bis kurz vor Schluss noch auf Messers Schneide, als es 65:65 stand. Allerdings fehlte dem BC Alexandra Wilke, Wasserburg musste auf Jewel Tunstull verzichten.

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Im Kampf um Platz drei kann Marie Bertholdt nach ihrem Bänderriss nicht mitwirken, sie trat die Reise in den Süden dennoch mit an, um ihre Mannschaft zu unterstützen.

Die sollte zu ihrer Treffsicherheit zurückfinden. Insbesondere von außen lief es in den Playoffs nicht optimal.

Allerdings verstand es Wasserburg in beiden bisherigen Spielen, Distanzschützin Katie Yohn aus der Gleichung zu nehmen. Marburgs Kapitänin traf in beiden Vergleichen jeweils nur einen von sieben Dreiern.

Umgekehrt schaffte es der BC, Jennifer Schlott gut abzumelden. Die amerikanische Aufbauspielerin ist mit 14,4 Punkten pro Spiel beste Werferin Wasserburgs. Hinter ihr, Tunstull und Ashley Williams folgen in Svenja Brunckhorst, Leonie Fiebich und Laura Hebecker gleich drei deutsche Spielerinnen, die es jeweils auf mehr als 9 Punkte pro Partie bringen. Als Bundestrainer dürfte sich Unger darüber freuen. Als Dolphins-Trainer wird er geeignete Gegenmaßnahmen einleiten müssen.

von Holger Schmidt