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Lokalsport BC will Playoff-Aus verhindern
Sport Lokalsport Lokalsport BC will Playoff-Aus verhindern
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00:17 20.04.2019
Eine Szene vom Sonntag: Marburgs Marie Bertholdt (rechts) wird von Kelterns Kimberley Pierre-Louis bedrängt. Quelle: Harry Rubner
Marburg

Das Halbfinale der Bundesliga wird im Modus „Best of Three“ ausgespielt. Bedeutet: Zwei Siege reichen zum Einzug in die Finalserie. Bedeutet auch: Gewinnen die Rutronik Stars aus Keltern am Mittwoch (19.30 Uhr/sportdeutschland.tv) in der Marburger Georg-Gaßmann-Halle, ist der Titelverteidiger weiter – und der BC würde einmal mehr „nur“ um Bronze spielen.

An Motivation, das Aus zu verhindern, mangelt es den Blue Dolphins nicht, wie Trainer Patrick Unger im Gespräch mit der Oberhessischen Presse betont: „Wir alle wissen, dass wir eine Chance haben. Die wollen wir ergreifen.“ Um dann am Ostersonntag auswärts ein entscheidendes drittes Playoff-Halbfinalspiel zu bestreiten.

Personell sieht es gut aus, alle Marburgerinnen sind fit. Der Schwerpunkt in den Trainingseinheiten der vergangenen Tage lag auf der Regeneration, um möglichst frisch in die heutige Partie zu gehen. Im ersten Spiel der Serie ließen die Spielerinnen in einer Phase nach der Halbzeitpause „die nötige Energie vermissen“, wie Unger beklagt.

Unger setzt auf Marburger Fans

Keltern um die überragende Ezinne Kalu (insgesamt 22 Punkte) und die deutsche Nationalspielerin Emma Stach (12 Zähler) zog im dritten Viertel entscheidend von 37:31 auf 64:43 davon. Der BC-Trainer ärgert sich über einige Entscheidungen der Schiedsrichter vom vergangenen Sonntag: „Da ist sehr physisch gespielt worden.

Bei uns wurden Aktionen unterbunden, die bei Keltern laufengelassen wurden. Das hat zu einer gewissen Resignation geführt.“ Für das heutige Aufeinandertreffen wünscht er sich Unparteiische, „die eine Linie haben und diese durchziehen“.

Und Unger hofft, dass die freien Würfe in eigener Halle besser als zuletzt auswärts im Sportzentrum des Kelterner Ortsteils Dietlingen fallen. „Da sind wir über weite Strecken die bessere Mannschaft gewesen, haben die Würfe gut herausgespielt, die Punkte aber nicht gemacht“, blickt er zurück. Wichtig sei, „dass wir positiv bleiben. Wir müssen trotzdem weiter werfen und das Vertrauen in uns haben.“

Antrieb sollen die Marburger Fans geben. Unger wünscht sich eine volle Halle und lautstarke Unterstützung von außen: „Vor allem wenn es knapp wird, kann das den entscheidenden Unterschied ausmachen.“

  • Der erste Finalteilnehmer steht seit Dienstagabend fest. Nach dem Sieg im Heimspiel setzte sich der Hauptrundenerste Herner TC auch auswärts beim TSV Wasserburg mit 86:71 (39:35) durch. Hernes Karin Kuijt war mit 22 Punkte beste Werferin, für den TSV machte Leonie Fiebich 21 Punkte.

von Stefan Weisbrod