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Lokalsport Dolphins mit Rückenwind nach Wasserburg
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09:58 14.12.2019
Fehlte Marburg zuletzt gegen Charleroi, ist gegen Wasserburg aber wieder dabei: Finja Schaake (am Ball). Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Nach den Hiobsbotschaften der vergangenen Wochen mit zahlreichen verletzten Spielerinnen war der 84:59-Sieg des BC Marburg unter der 
Woche in der Central Europe Women League (CEWL) gegen die Spirou Ladies Charleroi ­Balsam auf die Seele der Blue Dolphins.

Ohne die langzeitverletzten Kim Winterhoff, Marie Bertholdt (beide Kreuzbandriss), Maria-Angelina Sola, Johanna Klug (beide Bänderriss) und Alex Kiss-Rusk (Schulter) sowie Alex Wilke (krank), Finja Schaake (beruflich verhindert) und Lisa Kiefer (Sichtung für die U-18-Nationalmannschaft) siegten die Marburgerinnen im letzten Europapokal-Spiel des Jahres nicht nur, sie gewannen auch souverän – wenngleich Unger immer noch Potenzial nach oben sah.

Unger: Mannschaft gibt 100 Prozent

„Wir bringen unser Spiel nicht zu Ende. In der zweiten Halbzeit waren wir nicht mehr so aggressiv. Da müssen wir ansetzen“, weiß der BC-Coach. Nach einer 51:26-Pausenführung ließ sein Team die Zügel im dritten Abschnitt (9:17) etwas schleifen, in Gefahr geriet der dritte Erfolg auf europäischem Parkett aber nicht mehr.

In der Bundesliga warten die Marburgerinnen nun schon seit Mitte Oktober auf einen Sieg. Zuletzt gab es fünf Niederlagen in Folge. Allerdings: „Wir haben keine schlechten Spiele gemacht. Die Mannschaft gibt immer 100 Prozent“, sagt Unger.

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Mit Blick auf das Fernziel Playoffs mögen die nächsten beiden Partien zu einem ungünstigen Zeitpunkt kommen, warten im Deutschen Rekordmeister und eine Woche darauf im amtierenden Deutschen Meister Herner TC zwei Topmannschaften aufs BC-Team: „Jeder weiß um die Situation, aber es gibt keinen Grund zur Panik“, sagt Unger, der einräumt, dass ein gewisser Druck vorhanden sei – „aber der kommt nicht von außen, den machen wir uns selbst“, sagt der Coach und hofft, dass seine Schützlinge dennoch befreit aufspielen gegen die Oberbayerinnen, deren Kader „extrem ausgeglichen besetzt“ sei.

Fragezeichen hinter Wilke und Sola

„Wasserburg spielt sehr aggressiv und intensiv, die Mannschaft ist immer taktisch gut eingestellt – auch auf den Gegner“, ist Unger voll des Lobes für den TSV, der zwischen 2013 und 2017 fünfmal in Folge Deutscher Meister wurde und zwischen 2014 und 2018 fünfmal in Serie den Deutschen Pokal gewann.

Wieder dabei ist Finja Schaake, dafür stehen hinter den Einsätzen von Lisa Kiefer und Maria-Angelina Sola noch Fragezeichen. Der zuletzt erkrankten Alex Wilke geht es laut Unger besser, sie tritt die Reise nach Wasserburg ebenfalls mit an. „Wir werden bei ihr aber nichts riskieren“, sagt Unger.

von Marcello Di Cicco