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Lokalsport BC will gegen Hannover dritten Streich
Sport Lokalsport Lokalsport BC will gegen Hannover dritten Streich
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00:17 29.01.2019
Am 1. Dezember feierte Paige Bradley (links) mit dem BC Marburg gegen Inken Henningsen und den TK Hannover einen 60:51-Heimspiel-Erfolg. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Unter der Woche gab es einen kleinen Dämpfer für die Verantwortlichen des BC: Die Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) gab bekannt, dass das Pokal-Finalturnier nicht in Marburg, sondern in Herne stattfindet (wir berichteten). Im Herner TC erhielt der derzeit ärgste Ligakonkurrent des BC Marburg den Zuschlag für das Endrundenturnier um den DBBL-Pokal am 23. und 24. März. Austragungsort aller Partien wird die „H2K-Arena“ in Herne sein.

Im Vergabeverfahren sei das Votum der Auswahlkommission einstimmig zu Gunsten des Herner TC ausgefallen. Für die Austragung des „Top Four“ hatten sich neben dem BC Pharmaserv Marburg auch die Bundesligisten USC Freiburg und Herner TC sowie Zweitligist Giro
Live Panthers Osnabrück beworben – also alle Teams, die beim Finalturnier dabei sind.

Wiedersehen mit Ex-Kapitänin Thimm

„Uns war ja schon vorher klar, dass es bei vier Bewerbern schwieriger wird, das Turnier zu bekommen“, sagt BC-Vorstandsmitglied Björn Backes gegenüber der OP. „Letztlich ist es auch okay. Für uns ist das kein Beinbruch, dennoch etwas schade“, schlägt Backes mit seiner Einschätzung in dieselbe Kerbe wie BC-Headcoach Patrick Unger, der einräumt, dass er mit seinem Team gerne vor heimischen Publikum um den Titel gespielt hätte. „Am Ende des Tages ist es für uns überhaupt schon ein Riesending, dort dabei zu sein – egal, wo wir spielen und auf wen wir treffen“, sagt Unger. Laut DBBL werden die beiden Halbfinalbegegnungen „in Kürze“ ausgelost.

Der BC Marburg kann sich damit vorerst vollständig auf die Liga konzentrieren – und dort heißt der Gegner am Sonntag um 16 Uhr TK Hannover, bei dem unter anderem die Ex-Marburgerin Birte Thimm spielt. An den Turn-Klubb haben die Marburger gute Erinnerungen: Erst im vergangenen Dezember feierten Unger und Co. binnen weniger Tage zwei Siege gegen die Niedersachsen – zunächst einen 60:51-Erfolg in der Liga, dann einen 74:65-Sieg im Pokal-Achtelfinale. Folgt nun der dritte Streich? „Das wäre schön“, sagt Unger, für den allerdings etwas anderes derzeit im Vordergrund steht: und zwar, „dass wir alle Körper gesund kriegen und guten Basketball spielen“.

Eine Woche später Spitzenspiel gegen Herne

Personell ist die Lage bei den Blue Dolphins etwas angespannt. Katlyn Yohn plagen weiterhin Beschwerden im hinteren Oberschenkel. Hinter dem Einsatz von Alexandra Wilke steht „ein großes Fragezeichen“, sagt Unger, denn sie hat noch Rückenprobleme. Bei Kim Winterhoff (Fuß) lasse sich momentan nicht absehen, wie lange sie noch ausfällt. Maria-Angelina Sola sei wieder dabei, müsse nach ihrer langen Verletzungspause aber kontinuierlich herangeführt werden.

„Wir beschäftigen uns nur mit uns“, sagt Unger demonstrativ. Es gelte, „dass wir die Basics in der Verteidigung und in der Offensive richtig machen“, fordert der Coach, während sich Backes bereits auf das Topduell gegen Herne am 10. Februar in Marburg freut: „In diesem Spiel werden wir alles probieren.“

von Marcello Di Cicco