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Lokalsport Dolphins wollen Klassenerhalt klar machen
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18:58 28.02.2020
Tonisha Baker (am Ball; hier im Spiel gegen den TSV Wasserburg) trifft am Samstagabend mit dem BC auf Saarlouis. Quelle: Tobias Hirsch
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Marburg

Der BC Pharmaserv will sich mit einem Heimsieg über die Royals aus Saarlouis seiner Abstiegssorgen entledigen. Marburgs Trainer Patrick Unger ist optimistisch, warnt aber vor der „Wundertüte“.

Das Hinspiel im Saarland war eine eindeutige Angelegenheit – allerdings unter anderen Voraussetzungen: Beim Marburger 88:69-Sieg Mitte Oktober standen in Alex Kiss-Rusk und Marie Bertholdt zwei Leistungsträgerinnen noch auf dem Parkett, die sich Anfang November schwer verletzten und seitdem ausfallen.

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Auch auf der Gegenseite hat sich manches getan: Vier Spielerinnen wurden nachverpflichtet, außerdem gab es eine Veränderung auf der Trainerposition: Ondrej Sykora wurde bereits vor dem Hinspiel entlassen, seit Anfang des neuen Jahres hat Marc Hahnemann sportlich das Sagen.

Saarlouis gewann klar beim Tabellendritten

Saarlouis hat bislang in 19 Spielen nur drei Siege eingefahren, kassiert im Schnitt fast 80 Punkte pro Partie – so viele wie kein anderer Bundesligist. Allerdings: Die Mannschaft um die treffsicheren Alison Gorrell (im Schnitt 16,8 Punkte pro Spiel), Jessica Kovatch (14,9) und Cherise Beynon (13,4) ist eine „Wundertüte“, wie es Marburgs Coach Patrick Unger formuliert.

Er denkt dabei an einige Ergebnisse der Royals in dieser Saison: Vor knapp zwei Wochen überraschten sie beim Tabellendritten Nördlingen, gewannen klar mit 77:61, vergangene Woche kassierten sie dann eine 48:60-Heimniederlage gegen Freiburg. Ein 95:68-Offensivfeuerwerk gegen Göttingen hatte es zuvor ebenso bereits gegeben, wie eine denkbar knappe 57:59-Niederlage in einem punktearmen Spiel beim amtierenden Meister Herne.

Alex Wilke zurück im BC-Team

Unger glaubt an die Stärke seines Teams, in das Aufbauspielerin Alex Wilke nach ihrer Oberschenkelverletzung zurückkehrt. Er warnt aber davor, den Tabellenletzten zu unterschätzen: Die Royals hätten „eine Menge Potenzial. Wir dürfen ihre Schützinnen auf keinen Fall heißlaufen lassen und müssen die Rebounds kontrollieren, dann sind wir im Vorteil“, ist er überzeugt.

„Wichtig wird sein, dass wir das Spiel mit der richtigen Einstellung angehen und über die gesamten 40 Minuten alles geben“, sagt er und ist sich sicher, dass seine Mannschaft die Partie am Samstagabend (19 Uhr; Georg-Gaßmann-Halle) „positiv angehen“ werde.

Gewinnen die Blue Dolphins das Duell des Drittletzten gegen das Schlusslicht, hätten sie den Klassenerhalt mit hoher Wahrscheinlichkeit sicher (siehe Kasten), das Bangen hätte ein Ende. „Wenn nicht, haben wir immer noch alles in eigener Hand. Es ist kein Alles-oder-nichts-Spiel“, sagt der Trainer, will damit auch etwas Druck von seinen Spielerinnen nehmen. Klar ist aber auch: Klappt es nicht, droht das große Nervenflattern.

von Stefan Weisbrod

Der Abstiegskampf

Ein eigener Sieg gegen Saarlouis, dazu eine Niederlage Halles bei Titelverteidiger Herne, dann wären die Marburger Bundesliga-Basketballerinnen – gewonnenem direkten Vergleich gegenüber Halle sei dank – sicher gerettet.

Ansonsten könnte es für den BC richtig eng werden, zumal dann in Saarlouis der Tabellenletzte wieder in Schlagdistanz kommen würde.
Allerdings hätte das Marburger Team auch dann weiterhin alles in eigener Hand und zudem das vermeintlich leichteste Restprogramm mit Spielen gegen Teams aus dem Tabellenmittelfeld: in Hannover und am letzten Spieltag zu Hause gegen Göttingen.

Halle muss an den letzten beiden Spieltag noch gegen Meisterschaftsfavorit Keltern und gegen das ebenfalls noch nicht gesicherte Heidelberg ran, Saarlouis empfängt kommende Woche Herne und gastiert zum Abschluss bei Primus Keltern.

Hier geht's zu Spieltag und Tabelle.

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