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Lokalsport Gegen Meister soll Negativserie enden
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16:29 22.12.2019
Alex Wilke (links; verfolgt von Freiburgs Jessica Genco) musste unter der Woche krankheitsbedingt im Training kürzertreten, dürfte aber im Bundesliga-Heimspiel des BC Pharmaserv Marburg gegen den Herner TC dabei sein. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Die Personalsituation ist angespannt, zuletzt gab es in der Bundesliga sechs Niederlagen in Folge. Der Marburger Trainer Patrick Unger ist mit Blick aufs Spiel gegen Meister Herner TC dennoch positiv gestimmt.

Finja Schaake, Theresa Simon, Candice White, Katie Yohn, Mali Sola, Hanna Reeh und Lisa Kiefer: Immerhin bei sieben Spielerinnen – von der langjährigen Nationalspielerin über zwei US-Amerikanerinnen bis zu Nachwuchskräften – vermeldet Patrick Unger vor dem Bundesliga-Heimspiel am Samstagabend (19 Uhr) gegen Titelverteidiger Herner TC „alles gut und sicher dabei“.

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Die Liste der angeschlagenen beziehungsweise sicher fehlenden BC-Basketballerinnen ist länger: Die schwerer verletzten Marie Bertholdt, Alex Kiss-Rusk und Kim Winterhoff fallen noch einige Monate aus. Joey Klug ist nach ihrem Bänderriss wieder ins Training eingestiegen, aber noch keine Option fürs Spiel gegen Herne. 

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Steffi Wagner wird trotz Rücken- und Fußbeschwerden wohl mitwirken, ebenso wie Alex Wilke und Tonisha Baker, die unter der Woche kränkelten. Die Doppellizenzspielerinnen Lisa Bonacker und Luzie Hegele sind hingegen zeitgleich mit Grünberg in der zweiten Liga gegen Osnabrück II gefordert.

Trainer Unger macht keinen Hehl daraus, dass er die Weihnachtspause herbeisehnt – auch wenn sie nicht sonderlich lang ausfällt: Am 3. Januar kommen Trainer und Spielerinnen wieder zusammen, zwei Tage später steht bereits das Pokal-Viertelfinale beim TSV Wasserburg auf dem Programm. „Es ist aber wichtig, zumindest mal ein paar Tage abzuschalten und den Kopf freizubekommen“, sagt Unger.

Unger betont: „Niemand lässt sich unterkriegen“

Zuvor – so wünscht er sich vorweihnachtlich – soll es aber eine Überraschung geben: „Wir sind gegen Herne aktuell sicherlich der Underdog“, sagt er in Anbetracht der personellen Situation, macht aber deutlich: „Wir sind nicht chancenlos. Wir haben in den vergangenen Wochen gezeigt, dass wir Basketball spielen können.“

Wirklich schlecht sei bei den sechs Bundesliga-Niederlagen in Folge – beginnend mit einem 65:74 im Hinspiel in Herne Ende Oktober – nur die Leistung bei der Partie gegen Freiburg (68:88) gewesen; in nationalen Pokal und im Europacup gab es während dieser Zeit drei Siege. „Natürlich“ drücke es auf die Stimmung, „wenn man wieder ein Spiel unnötig verliert“, berichtet der Coach der Blue Dolphins. „Aber deshalb sind jetzt nicht alle dauernd betrübt. Niemand lässt sich unterkriegen.“

Neue Centerin im Januar dabei?

Der Herner TC, der sich in der Vorsaison in der Finalserie gegen Keltern durchsetzte und den ersten Meistertitel der Vereinshistorie holte, ist für Unger „eines der besten Teams der Liga, aber keine Übermannschaft“. Die US-Amerikanerin Jordan Frericks ist mit durchschnittlich knapp 13 Punkten pro Partie bislang treffsicherste Spielerin des Tabellenfünften, die Britin Kennedy Leonard steht ihr kaum nach, aber auch die Niederländerin Laura Westerik punktet im Schnitt zweistellig.

„Vor allem auf den großen Positionen sind wir aktuell klar im Nachteil“, erklärt Unger. Er hofft, „vielleicht schon in den nächsten Tagen“ einen Ersatz für Kiss-Rusk in Marburg begrüßen zu können. Gegen Herne wird er noch ohne neue Centerin auskommen müssen. „Wir müssen die Situation nehmen, wie sie ist“, sagt der Coach. „Wir müssen alles raushauen. Wofür es dann reicht, werden wir sehen.“

von Stefan Weisbrod

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