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Lokalsport Coach Unger: „Kein Grund zur Unruhe“
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16:57 24.01.2020
BC-Trainer Patrick Unger behält trotz Tabellenplatz neun die Ruhe. Links: Marburgs Spielerin Finja Schaake. Archivfoto: Thorsten Richter Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Nach der Niederlage beim USC Heidelberg ist bei den „Blue Dolphins“ Wundenlecken angesagt. Schließlich hat sich der Abstand auf Playoff-Platz acht auf vier Punkte vergrößert und beträgt nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Abstiegsplatz elf.

„Dennoch gibt es keinen Grund zur Unruhe. Die Mannschaft weiß, woran es in Heidelberg gelegen hat. Die Stimmung ist nach wie vor gut. ­Außerdem sind für uns noch neun Spiele zu absolvieren“, sagt Marburgs Trainer Patrick Unger, wohlwissend, dass die Aufgabe am Samstag ab 19 Uhr in der kleinen Georg-Gaßmann-Halle alles andere als leicht werden dürfte. Im Gegenteil: Betrachtet man sich die beiden vergangenen Partien der Nördlingerinnen, muss dem BC die Außenseiterrolle zugeschrieben werden.

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Nördlingen heizte Spitzenreiter ein

Am 12. Januar fegte Nördlingen Heidelberg mit 84:57 aus der Halle (Marburg unterlag jüngst gegen Heidelberg 56:65). Zuletzt verpasste Nördlingen beim Spitzenreiter Keltern die kleine Sensation nur knapp. Das Team hatte beim 62:68 drei der vier Viertel für sich entschieden und es fehlte nicht viel, um den Elf-Punkte-Rückstand aus dem ersten Abschnitt zu egalisieren.

Beim zwischenzeitlichen 52:50 für Keltern lag die Mannschaft auf Schlagdistanz, der Tabellenführer wackelte. Als Nördlingens Leslie Vorpahl drei Minuten vor Spielende mit fünf Fouls ausgewechselt werden musste, fehlte den Angels ihr offensiver Taktstock und die hauchdünne Chance auf einen Sieg war dahin.

Malina Sola fehlt erneut

„Nördlingen spielt mit ­einem großen Energieaufwand. Wir müssen alles abrufen“, sagt Unger, der erneut auf Maria-Angelina Sola verzichten muss, die nach ihrem Bänderriss immerhin wieder ins Training eingestiegen ist. Fehlen werden am Samstag darüber hinaus nach wie vor die Langzeitverletzten Alex Kiss-Rusk, Marie Bertholdt und Kim Winterhoff.

Unterdessen wird hinter den Kulissen darüber spekuliert, wer der Nachfolger von Trainer Unger beim BC Marburg werden könnte. Unger wird seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern (die OP berichtete), hat sich aber bereits entschieden, wohin seine zukünftige Basketballreise führt.

Unger geht wohl zu den Gießen 46ers

Nach OP-Informationen wird er sich dem Männer-Bundesligisten Gießen 46ers anschließen. Sicherlich wird er dort nicht das Amt des Chefcoaches übernehmen. Offen ist also noch, in welcher Funktion er dort einsteigen wird. Der Geschäftsführer der Gießen 46ers, Heiko Schelberg, ließ über seine Pressestelle mitteilen, dass er zur Personalie Unger nichts sagen könne.

Unger selbst sagte am Freitag auf Nachfrage nur soviel: „Fest steht, es hat sich etwas ergeben. Egal, was es sein wird, ich werde dort glücklich sein. Ich warte nur noch auf die Vertragsunterschrift. Erst wenn diese vorliegt, werde ich mitteilen, wohin ich gehe.“

René Spandauw kommt nicht

Nicht infrage kommt damit der Frauen-Zweitligist Alba Berlin, wie manch einer in einem der Basketball-Foren mutmaßte, weil Unger in Berlin geboren wurde. „Nein, ich ­fühle mich in Marburg mit meiner ­Familie sehr wohl. Berlin klingt interessant, ist aber keine Option“, sagte Unger.

Keine Option für Trainer René Spandauw (einst Coach der Frauen-Bundesligisten Saarlouis und Halle) ist indes der Trainerposten des BC. Spandauw sei mit seinem Cheftrainer-Engagement beim Basket­ball-Teil- und Vollzeitinternat in Grünberg sehr zufrieden.

Er wohnt seit geraumer Zeit in Marburg. „Deshalb wurde ich nun mehrfach angesprochen, ob ich zum BC wechseln werde. Allerdings nicht vom BC selbst. Fest steht: Ich habe in Grünberg noch eineinhalb Jahre Vertrag, und den werde ich auch erfüllen“, sagte er am Donnerstag der OP.

von Michael E. Schmidt

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