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Lokalsport BC vor direktem Duell im Tabellenkeller
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10:55 12.01.2020
Für Steffi Wagner (Mitte; hier im Europacup-Spiel gegen Satu Mare) und ihre Mitspielerinnen geht es am Sonntag (12. Januar) um wichtige Punkte in der Bundesliga: Marburg gastiert als Neunter der Tabelle beim punktgleichen SV Halle.  Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Am Sonntag (5. Januar) das unglücklich mit 61:64 verlorene Pokal-Viertelfinale beim TSV Wasserburg, am Dienstag (7. Januar) der 85:71-Sieg in der Europacup-Gruppenphase gegen CSM Satu Mare aus Rumänien nach starker zweiter Halbzeit, am Mittwoch (8. Januar) die 68:77-Niederlage gegen denselben Gegner nach vor allem defensiv über weite Stecken enttäuschender Vorstellung – und am Sonntag (12. Januar, 16 Uhr) geht’s schon weiter: mit einem Bundesliga-Spiel bei den SV Halle Lions. Aber, wie es Flügelspielerin Finja Schaake formuliert: „Zu spielen macht immer mehr Spaß als zu trainieren.“ Geklagt wird beim BC Pharmaserv über das volle Programm nicht.

Natürlich, sagt Trainer Patrick Unger, sei es kräfteraubend, viele Spiele innerhalb weniger Tage zu bestreiten. „Wichtig ist daher, gut zu regenerieren.“ Nach dem Spiel am Mittwochabend ging es für die Spielerinnen in die Eistonne, gestern arbeiteten sie individuell. Am Freitag (10. Januar) stand zunächst Krafttraining auf dem Plan, später dann eine Mannschaftseinheit. „Am Samstag trainieren wir dann noch mal zusammen“, erläutert der Coach, „und dann fahren wir nach Halle und wollen da alles raushauen“.

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Wenn die Lions gewonnen haben, dann zu Hause

Unger sieht es als Vorteil, „dass wir nicht aus der Pause kommen sondern schon gespielt haben, dabei auch bisschen was ausprobieren konnten“. Bei aller Bedeutung des nationalen wie auch des internationalen Pokalwettbewerbs: Die Bundesliga ist für die Blue Dolphins am wichtigsten – und dort gibt es übermorgen ein möglicherweise richtungweisendes Spiel: Der neuntplatzierte BC steht nach sieben überwiegend knappen Liga-Niederlagen in Folge unter Druck. „Wir wissen um die Bedeutung des Spiels“, sagt Unger vor der Partie beim punktgleichen Team aus Sachsen-Anhalt.

Die Lions haben ihre drei bisherigen Siege allesamt in eigener Halle geholt. Eine herausragender Scorerin gibt es im Team nicht, Cori Coleman (12,7), Jordan Korinek (11,6) und Christin Mercer (10,1) haben bislang im Schnitt zweistellig gepunktet. Gegen die offensivschwächste Mannschaft der Liga (64,9 Punkte pro Spiel) setzt Unger vor allem auf die Defensive, hofft, „dass wir es schaffen, den Gegner unter 60 Punkten zu halten“. Die personelle Lage hat sich zuletzt durch die Rückkehr von Joey Klug (nach Bänderriss) entspannt, in Halle werden voraussichtlich nur die langzeitverletzten Marie Bertholdt, Kim Winterhoff (beide Kreuzbandriss) und Alex Kiss-Rusk (Schulterverletzung) fehlen.

von Stefan Weisbrod