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Lokalsport BC Marburg will den Spitzenreiter ärgern
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11:00 26.02.2022
Eine Szene aus dem Hinspiel: Marburgs Stefanie Wagner (rechts) schirmt den Ball vor Lions-Spielerin Lisa Koop ab.
Eine Szene aus dem Hinspiel: Marburgs Stefanie Wagner (rechts) schirmt den Ball vor Lions-Spielerin Lisa Koop ab. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Christoph Wysocki ist ein Taktiker – nicht nur, was Spielsysteme angeht, sondern auch beim Durchrechnen, welche Spielergebnisse sich auf der Zielgeraden der Bundesliga-Hauptrunde wie auf die Playoffs auswirken könnten.

Mit einem Sieg an diesem Sonntag (16 Uhr) bei den Rheinland Lions wollen die Basketballerinnen des BC Pharmaserv Marburg nicht nur ihre Ausgangsposition für die entscheidenden K.-o.-Spiele verbessern. Trainer Wysocki lässt auch durchblicken, dass er hofft, dass die „Löwinnen“ ihre Spitzenposition noch hergeben, denn: „Die Lions wären mein Wunschgegner für die Playoffs“, verrät der Marburger Headcoach. „Das ist zwar eine Topmannschaft, sie liegt uns aber besser als etwa Herne oder Keltern.“

Wieder in der Erfolgsspur

Im Hinspiel Anfang November unterlag der BC den Rheinländerinnen mit 59:65. Seither hat der Aufsteiger um die Ex-Marburgerinnen Birte Thimm und Lisa Koop nur dreimal verloren: gegen Herne (67:77) sowie Mitte Februar zweimal in Folge gegen Wasserburg (66:83) und Halle (59:61). Mit zwei Siegen in Folge hat der Tabellenführer zuletzt aber wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Dennoch: „Wir fahren nach Bergisch Gladbach, um zu gewinnen. Wir brauchen noch den ein oder anderen Sieg, die Playoff-Teilnahme haben wir noch nicht zu 100 Prozent sicher“, sagt Wysocki, der jedoch weiß, dass viel passieren müsste, damit die Blue Dolphins noch aus den Top Acht herausrutschen.

Zumindest nichts dagegen hätte der frühere polnische Nationalspieler, würde der BC als Siebter die Hauptrunde beenden, denn: „Ich habe mir sagen lassen, dass der Siebte zuletzt oft ins Finale kam“, sagt Wysocki, der nicht die Rheinland Lions (Wysocki: „Die werden nicht Deutscher Meister“) , sondern die Eisvögel Freiburg („Die sind verdammt stark“) ganz oben auf der Rechnung hat bei der Frage, wer auf den amtierenden Deutschen Meister Rutronik Stars Keltern folgen könnte.

Der Fokus des Marburger Teams gilt aber zunächst der drittletzten Hauptrunden-Aufgabe bei den Lions um die herausragende Taylor Wurtz-Purifoy. „Was sie spielt, ist Wahnsinn – sie ist eine Kanone“, schwärmt Wysocki von der 31-Jährigen, die auf 16,7 Punkte pro Spiel und damit auf den sechstbesten Punkteschnitt in der Liga kommt. Wie Wysocki Wurtz-Purifoy aus dem Spiel nehmen will, möchte er freilich nicht verraten. Nur so viel: „Wir haben ein bisschen was ausprobiert“, sagt der BC-Headcoach – ganz wie es sich eben für einen Taktiker gehört.

Von Marcello Di Cicco