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Lokalsport BC Marburg lässt Düsseldorf keine Chance
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11:00 07.02.2022
BC Marburgs Theresa Simon (links) zieht an Düsseldorfs Britta Worms vorbei.
BC Marburgs Theresa Simon (links) zieht an Düsseldorfs Britta Worms vorbei. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Der Gute-Laune-Song aus den Hallenlautsprechern passte am Samstagabend (5. Februar) zur Stimmung bei den Spielerinnen des BC Pharmaserv Marburg. „Girls just want to have fun“ hieß es da in dem berühmten 80er-Jahre-Hit von Cindy Lauper, von dessen poppigen Beats sich auch Jasmin Weyell anstecken ließ. Tanzend bewegte sich die Marburger Spielerin von der einen zur anderen Hallenseite, wo einige ihre Mitspielerinnen bereits mit einigen der etwa 150 Zuschauerinnen und Zuschauern in Gespräche vertieft waren.

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Es war der Anfang vom Ende eines Abends, an dem die Marburgerinnen nicht nur Spaß gehabt, sondern an dem sie ihren Fans auch Spaß bereitetet hatten. Garniert wurde der spielerisch gute Auftritt gegen den Tabellenvorletzten Capitol Bascats Düsseldorf mit einem 69:52 (40:29)-Erfolg, bei dem so manchen bereits nach dem ersten Viertel (20:13) das Gefühl beschlichen haben dürfte, dass gegen den Aufsteiger nichts schief gehen kann. Eigentlich. „Wir hatten zwar zur Halbzeit einen guten Puffer, wussten aber auch, dass Düsseldorf eine Mannschaft ist, die immer zurückkommt, die kratzt und beißt. Deshalb waren wir darauf vorbereitet. Den größten Teil des Spiels hatten wir aber ein gutes Gefühl“, sagte Marburgs Alex Wilke.

Für die genesene Aufbauspielerin war es der erste Einsatz nach ihrer zweiten Corona-Infektion. Mit elf Punkten war sie nach Hanna Crymble und Kapitänin Marie Bertholdt (beide 16 Punkte) drittbeste Schützin der Blue Dolphins, die mit dem sechsten Sieg in Folge in der Tabelle der Basketball-Bundesliga weiter nach oben klettern und nun den vierten Rang belegen. „Ich hoffe, wir werden die Serie noch lange aufrechthalten“, sagte Marburgs Cheftrainer Christoph Wysocki im Wissen, das sein Team auf der Schlussgerade der Hauptrunde noch auf einige Topteams wie Spitzenreiter Rheinland Lions trifft.

„Diese Spiele sind viel einfacher, weil die Motivation eine ganz andere ist. Wir werden ganz anders auftreten“, kündigte ein zufriedener Wysocki an. Lediglich etwas mehr Zusammenspiel nach Wiederbeginn hätte sich der Coach gegen die Bascats gewünscht. Sogleich monierte er, dass seine Schützlinge in der zweiten Hälfte begonnen hätten, „keinen normalen Basketball zu spielen, sondern zu zaubern“, sagte der Coach, der feststellte: „Dadurch haben wir unheimlich viele Ballverluste provoziert.“ Dass sein Team das Spielgerät 13 Mal im dritten und letzten Viertel herschenkte, blieb aber ohne Folge – im zweiten Durchgang verteidigte der BC durchweg den zweistelligen Vorsprung. 

Zum Spiel

BC Pharmaserv Marburg: Arthur 7 Punkte / 1 Dreier, Baker 4 / 5 Rebounds, Bertholdt 16 / 9 Reb., Brüning, Crymble 16 / 1 / 6 Reb., Klug 6 / 5 Reb., Lückenotte, Simon 7 / 5 Reb., Wagner 2 / 5 Reb., Weyell, Wilke 11 / 1, Yesilova

Capitol Bascats Düsseldorf: Adepoju Olatunji 2, Banozic, Fuchs-Robetin 20 / 1 / 8 Reb., Gray 2, Kaprolat, Kollatou 3 / 5 Reb., Sill 6, Waller 7 / 7 Reb., Worms 12

Schiedsrichter: Seye, Senkesen

Zuschauer: 150

Viertel: 20:13, 20:16, 14:12, 15:11

Zwar legten die Düsseldorferinnen mit Beginn der Partie vor. Mit einem 9:0-Lauf machte der BC aus einem 11:13-Rückstand (7.) aber eine 20:13-Führung (10.). „In der ersten Halbzeit haben wir phasenweise richtig gut gespielt“, lobte Wysocki. Am Ende fiel es auch kaum ins Gewicht, dass die Gastgeberinnen nur drei Dreier versenkten, schließlich lag die Dreier-Quote bei den Bascats bei lediglich sieben Prozent.

Auch bei den Rebounds (41:30) und den Assists (15:8) hatten die Blue Dolphins klar die Nase vorn an einem zufriedenstellenden Abend, von dessen Sorte noch ein paar folgen sollen, geht es nach Wysocki, Wilke und Co.

Von Marcello Di Cicco