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Lokalsport Blue Dolphins holen ersten Saisonsieg
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16:53 05.10.2021
Marburgs Hannah Crymble (rechts) zieht gegen Osnabrücks Samantha Führing zum Korb.
Marburgs Hannah Crymble (rechts) zieht gegen Osnabrücks Samantha Führing zum Korb. Quelle: Foto: Nadine Weigel
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Marburg

Schon am Samstag (25. September)  bekamen die Zuschauer in der Georg-Gaßmann-Halle ein Herzschlag­finale geboten, am vergangenen Samstag (2. Oktober) hielt es in den Schlusssekunden ebenfalls niemanden mehr auf den Sitzen: 13,7 Sekunden vor dem Ende des Spiels brachte Eva Rupnik die Girolive Panthers Osnabrück mit 70:69 in Führung. Nach einer Auszeit für den BC Pharmaserv Marburg trat Aufbauspielerin Alex Wilke 6,2 Sekunden vor Schluss zu zwei Freiwürfen an.

Beide saßen zum 71:70 (39:34)-Endstand, sodass gegen den Vizemeister der erste Saisonsieg in der Basketball-Bundesliga für die Blue Dolphins stand. Endlich ein Happy End nach dem bitteren 70:71 zum Saisonauftakt gegen Meister Keltern.

Klare Führung reicht nicht

„Ehrlich gesagt hat’s mich gefreut, als ich in der Situation war, das Spiel entscheiden zu können. Etwas Nervosität war dabei, der Wille zu gewinnen war aber größer“, sagte Wilke, die jedoch wusste, dass es ihr Team nicht so spannend hätte machen müssen. Nach ausgeglichenem ersten Viertel (15:18) mit häufigen Führungswechseln ergatterten die Gastgeberinnen durch die starke Hanna Crymble in der 14. Minute eine Führung, die – unter den Augen von Ex-Trainer Patrick Unger unter den gut 250 Zuschauern – bis 1:16 Minuten vor dem Ende einer intensiven Partie Bestand haben sollte.

Zwischenzeitlich lag die Mannschaft von Cheftrainer Christoph Wysocki gegen robust spielende Gäste um die überragende Saman­tha Führing (18 Punkte, 16 Rebounds) gar mit 15 Punkten vorn (63:48, 31.).

„Haben den Kopf verloren“

„Da dachten wir, das Spiel ist gelaufen. Das war der Knackpunkt“, meinte Wilke – und stellte fest: „Wir hätten bestimmt mit mehr als zehn Punkten gewinnen können, wenn wir die ganze Zeit konstant gespielt hätten.“ Mitspielerin Steffi Wagner kam zu einer ähnlichen Einschätzung: „Am Ende haben wir etwas den Kopf verloren. Wir hätten es cleverer zu Ende spielen müssen.“ Wysocki führte den Einbruch auch darauf zurück, dass in Kapitänin Marie Bertholdt (33.) und Wagner (38.) zwei Stützen im letzten Viertel nach je fünf persönlichen Fouls wegfielen: „Das war mit ausschlaggebend. Die Fehler waren dann auch darauf zurückzuführen, dass wir hinten und vorne nicht mehr so gut standen. Die Anspielstationen haben gefehlt.“ Dennoch resümierte der Coach: „Die Mannschaft hat wieder Moral gezeigt. Wir haben nie aufgegeben.“

Für Wysocki war es nicht nur ein „schöner Sieg“, sondern auch einer, auf den man aufbauen könne. „Der Druck ist jetzt etwas weniger.“ Wenngleich Wilke anmerkte: „Bisher haben wir noch nicht das gezeigt, was wir können.“

BC Marburg: Wilke 17 Punkte / 1 Drei­er, Bertholdt 7 / 1, Simon 8­ /6 Rebounds, Crymble 13 / 1 / 8 Reb., Klug, Baker, Arthur 13, Weyell, Wagner 13 / 2 / 8 Reb. Panthers Osnabrück: Bühner 2, Führing 18 / 16 Reb., Poros 6, Eichmeyer 2, Strozyk 5 / 1, Rupnik 12 / 2, Cuic 6, Brennecke 2, Townsend 17 / 1 / 10 Reb. Schiedsrichter: Stefan Koudela, Tobias Kazda. Zuschauer: 250.

Von Marcello Di Cicco