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Lokalsport BC Marburg feiert Sieg in Nördlingen
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20:57 31.10.2021
Zeigte eine überragende Vorstellung in Nördlingen: Marburgs Alex Wilke (links, hier gegen Hernes Dragana Domuzin).
Zeigte eine überragende Vorstellung in Nördlingen: Marburgs Alex Wilke (links, hier gegen Hernes Dragana Domuzin). Quelle: Thorsten Richter
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Nördlingen

Als Alexandra Wilke 49 Sekunden vor Schluss nach getaner Arbeit das Spielfeld verließ, nahm ihr Trainer Christoph Wysocki die Spielmacherin in die Arme und drückte sie kräftig. „Ich habe mich bei ihr bedankt und ihr gesagt, dass sie ein sehr gutes Spiel gemacht hat“, verriet der BC-Chefcoach, der nach dem hochverdienten 84:70 (44:35)-Sieg für den BC Pharmaserv Marburg gegen die Eigner Angels Nördlingen in der Basketball-Bundesliga der Frauen die „absolute Teamleistung“ lobte – zugleich aber auch wusste, dass Wilke nicht nur wegen ihrer 21 Punkte (davon drei Dreier), sechs Assists und vier Rebounds herausragte. „Sie hat kaum Fehler gemacht, viele Fastbreaks eingeleitet ...“, zählte Wysocki auf.

Als es darauf ankam, war auf die Nationalspielerin in Diensten des BC Verlass: Nach der Halbzeit etwa, als sie als direkte Reaktion zwei Dreier von Asha Thomas mit zwei weiteren Dreiern beantwortete und so dafür sorgte, dass die Gastgeberinnen in einem kurzweiligen Spielabschnitt nur bis auf drei Punkte herankamen (49:52, 52:55). Drei Minuten zuvor hatte die bärenstarke Dreier-Spezialistin Anissa Pounds für furios beginnende Nördlingerinnen den kurzzeitigen Ausgleich besorgt (46:46, 24.).

BC-Duo steht vor Rückkehr

Im letzten Spielabschnitt gelang des den clever aufspielenden Gästen jedoch, der Heimmannschaft den Schneid abzukaufen. Eine Acht-Punkte-Führung baute der BC zwischenzeitlich auf 18 Zähler aus (80:62, 36.). „Im zweiten Viertel haben wir sehr gut verteidigt, nach der Pause hatten wir einen Hänger, und im letzten Viertel waren wir wieder gut“, resümierte Wysocki, der umso zufriedener war angesichts der Tatsache, dass in Marie Bertholdt und Theresa Simon zwei Nationalspielerinnen fehlten. Beide stoßen nach ihrer Corona-Infektion erst dieser Tage wieder zur Mannschaft und dürften am kommenden Samstag (6. November, 19 Uhr) im Heimspiel gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter Rheinland Lions wieder eine Option sein.

Dass die Bayerinnen zum dritten Mal in Folge in einer kleinen Siebener-Rotation spielten, merkte man dem Team mit zunehmender Spieldauer an, wie Nördlingens Bianca Helmig im Livestream-Interview feststellte: „Man hat gemerkt, dass wir platt sind. Auf diesem Niveau zu siebt zu spielen, laugt einen total aus.“

Dabei hatten die Angels gut begonnen. Im ersten Durchgang wechselten im Duell der Tabellennachbarn häufig die Führungen, allerdings bekamen die 270 Zuschauer in der Hermann-Kessler-Halle zunächst ein wildes Spiel zu sehen, das von vielen Freiwürfen geprägt war: Sieben Mal durften die Gastgeberinnen an die Linie treten, 16 Mal die Gäste. Dass der BC letztlich gewann, führte Joey Klug darauf zurück, „dass wir den Flow in der Offensive gefunden haben – vor allem dank unserer Defensive“, sagte die BC-Spielerin.

Angels Nördlingen: Thomas 22 Punkte/ 3 Dreier, Berlitz, Koskimies 2/ 5 Rebounds, Hill 14/ 7 Reb., Dzinic 5/ 7 Reb., Pounds 21/ 5, Helmig 6. BC Marburg: Wilke 21/ 3/ 6 Assists, Lückenotte, Crymble 13/ 9 Reb., Klug 10/ 5 Reb., Baker 16/ 2, Arthur 13/ 1, Yesilova 1, Weyell 2, Wagner 8. Zuschauer: 270. Viertelergebnisse: 21:20, 14:24, 23:20, 12:20.

Von Marcello Di Cicco