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Lokalsport BC Marburg II will in die 2. Bundesliga
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21:28 03.04.2020
Der BC Marburg II (in dieser Szene mit Lisa Kiefer am Ball gegen Kaiserslautern) könnte in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga auf Korbjagd gehen. Quelle: Tobias Hirsch
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Marburg

Zwar steht nunmehr offiziell fest, dass es für diese Saison keine Abschlusstabellen in der 1. Bundesliga sowie den 2. Bundesligen Nord und Süd gibt und demzufolge auch keine Meister und auch keine sportlichen Auf- und Absteiger aus diesen Ligen. Trotzdem können aber die Regionalligisten von ihrem Aufstiegsrecht Gebrauch machen. Dieses Recht hat der BC Marburg II sportlich erreicht.

„Es gibt keinen sportlichen Aufsteiger aus den 2. Bundesligen in die 1. Bundesliga. Die Regelaufsteiger aus dem Bereich der Regionalligen können aber in die 2. Bundesliga aufsteigen“, teilten die Verantwortlichen Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) auf ihrer Homepage mit.

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Die Frauen des BC Marburg II lagen zum Zeitpunkt des Coronavirus-bedingten Abbruchs der Saison auf Platz eins der Regionalliga Südwest. Damit ist der BC Marburg II eines von vier Teams, das in die 2. Bundesliga aufsteigen könnte.

„Das ist doch mal eine gute Nachricht“, sagte gestern Oliver Pohland, Präsident des BC Marburg, räumte aber im gleichen Atemzug ein, dass erst noch einige offene Fragen geklärt werden müssten, um letztlich auch tatsächlich in der 2. Bundesliga spielen zu können. „Fest steht, dass die DBBL bereits eine erste formlose Abfrage gemacht hat, ob wir bereit wären, will heißen, ob unsererseits Interesse besteht, in der kommenden Saison mit unserer zweiten Mannschaft in der 2. Bundesliga spielen zu wollen“, erklärt Pohland. „Priorität hat selbstverständlich unsere 1. Mannschaft. Doch Stand heute würden wir den Platz in der 2. Liga auch gern annehmen. Die Lust darauf ist groß, verbunden mit der großen Hoffnung, dass es unter dem Strich auch klappt“, sagt Pohland. Zuvor müssten aber vor allem die finanziellen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden.

„Und allein das ist derzeit schwierig, weil keiner sagen kann, wann es wie weitergeht. Mit entscheidend ist sicherlich, ob man den Wettbewerb in den Bundesligen mit oder ohne Zuschauer aufnehmen wird. Da ist in der nächsten Zeit sicherlich noch viel Bewegung drin und im Fall der Fälle einiges zu bewältigen“, ergänzt Pohland.

Chronologie der Ereignisse

Rückblick: Am 12. März hatte die DBBL bereits offiziell mitgeteilt, dass der Spielbetrieb in der DBBL (Damenbasketball-Bundesligen) aufgrund der Entwicklungen in Sachen Coronavirus abgebrochen wird, was sowohl für die 1. Bundesliga als auch für die beiden 2. Bundesligen galt. Im Nachgang ging es darum, die Spielzeit 2019/20, auch rein formal zu Ende zu bringen. Dabei mussten etliche Fragen geklärt werden. Es erging am 15. März ein Gesellschafterbeschluss, der den betreffenden Vereinen umgehend zugestellt wurde. Dazu sollten sich die betreffenden Vereine äußern. 30 von 32 stimmten dem Beschluss zu und erklärten auch den Verzicht auf Rechtsmittel.

Da die Vereine Herner TC und Eisvögel USC Freiburg aus der 1. DBBL dem Gesellschafterbeschluss vom 15. März nicht zugestimmt und dabei auch nicht auf Rechtsmittel verzichtet haben, musste die DBBL den Gesellschafterbeschluss widerrufen. „Wir wollten keinen weiteren Rechtsstreit mit unvorhersehbaren Folgen in der Liga erleben“, sagte Claus-Arwed Lauprecht, DBBL-Geschäftsführer. Nunmehr gab die DBBL folgende verbindliche Änderungen bekannt:

Die Saison 2019/20 wurde vor dem 22. Spieltag abgebrochen.

Eine Abschlusstabelle in der 1. DBBL und der 2. DBBL Nord und Süd gibt es für diese Saison nicht.

Es gibt somit keinen Meister in der 1. DBBL und 2. DBBL.

Es gibt keinen sportlichen Absteiger aus der 1. DBBL und 2. DBBL.

Es gibt keinen sportlichen Aufsteiger aus der 2. DBBL in die 1. DBBL.

Die Regelaufsteiger aus dem Bereich der Regionalligen können in die 2. Bundesliga aufsteigen.

„Die weiteren Entwicklungen bezüglich der nun anstehenden Saison 2020/21 müssen auch aufgrund der derzeit noch laufenden Lizenzierungsverfahren abgewartet werden. Insofern können wir zu Detailfragen von Mannschaften sowie den Rahmenspielplan betreffend, noch nicht final Stellung nehmen. Wir werden aber zeitnah weiter berichten“, ergänzte Lauprecht.

Von Michael E. Schmidt

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