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Lokalsport BC muss im Pokal in Düsseldorf ran
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16:00 16.10.2020
Mali Sola (rechts; hier in einem Bundesliga-Spiel gegen den TSV Wasserburg) gastiert am Samstag mit dem BC Pharmaserv im Pokal bei den Capitol Bascats Düsseldorf. Quelle: Tobias Hirsch
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Marburg

Wie gut ist das Team eingespielt? Wer kann überhaupt mitwirken? Welche Qualität hat der Gegner? Vor dem ersten Pflichtspiel des BC Pharmaserv Marburg in der neuen Basketball-Saison stellen sich einige Fragen. Los geht es für die Blue Dolphins am Samstag nicht in der Liga, sondern im Pokal. Um 16 Uhr beginnt die Zweitrunden-Partie bei Zweitliga-Neuling Capitol Bascats Düsseldorf. In der ersten Runde brauchte der BC nicht einzugreifen.

Der Fokus, das ist keine Frage, liegt auf der Bundesliga. Dort geht es nächste Woche Samstag (19 Uhr) mit einem Heimspiel gegen die Royals aus Saarlouis los. Ziel von Trainer Julian Martinez ist es, dass die Abläufe bis dahin funktionieren. Gleichwohl: Das Pokalspiel ist kein Testspiel. „Wir wollen weiterkommen“, sagt auch Co-Trainer Frank Arnold, „das muss unser Anspruch sein.“ Er warnt aber auch: „Unser Gegner ist kein klassischer Aufsteiger in die zweite Liga. In Düsseldorf wird sehr professionell gearbeitet, auch bei der Zusammenstellung des Teams, das für uns sehr schwer einschätzbar ist.“

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Simon bricht sich den Finger

Ein Marburger Sieg wird erwartet, dafür muss die Qualität des Erstliga-Kaders reichen – allerdings machen mehrere Ausfälle und Ungewissheiten die Sache nicht einfacher. Klar ist, dass Marie Bertholdt noch nicht dabei ist, sie befindet sich nach ihrem Kreuzbandriss vor fast einem Jahr noch in der Reha. Steffi Wagner wurde am Knie operiert, für sie dürfte ein Einsatz auch noch zu früh kommen. Pech hatte Theresa Simon, die sich am Dienstagabend im Training einen Finger brach und voraussichtlich etwa sechs Wochen ausfallen wird.

Die neue Centerin Jordan Stotler soll zwar heute in Marburg eintreffen, zunächst müssen allerdings einige Formalitäten geklärt werden, insbesondere benötigt sie eine Arbeitserlaubnis, ohne die sie nicht eingesetzt werden darf. Dasselbe gilt für ihre US-amerikanische Landsfrau Megan Mullings, die bereits länger in Marburg ist, aber – Stand Donnerstag – noch keine Genehmigung durch die Behörden erhalten hat. Ob die Flügelspielerin in Düsseldorf mitwirken kann, war daher noch offen.

Rasanter Aufstieg der Bascats

Das Frauenteam aus Düsseldorf hat einen rasanten Aufstieg hinter sich, der in der 2. Bundesliga nicht enden soll: Erst 2016 gegründet, stiegen die Bascats seitdem jedes Jahr auf: in die Landes-, in die Ober-, in die Regionalliga und nun in die zweithöchste deutsche Spielklasse, in deren Nordstaffel sie auch auf die Young Dolphins, die zweite Mannschaft aus Marburg, treffen werden. Mittelfristig schielt der Club noch weiter nach oben, wie Teammanager Sean Lowe bereits im März, nach dem Titelgewinn in der Regionalliga West, gegenüber der „Westdeutschen Zeitung“ andeutete. Er sprach davon, sich zunächst in der 2. Bundesliga etablieren zu wollen und „vielleicht sogar irgendwann den Aufstieg in die Bundesliga anpeilen“ zu können.

Von Stefan Weisbrod