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Lokalsport Marburg holt Pflichtsieg in Heidelberg
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19:45 10.10.2021
Rachel Arthur (hier im Heimspiel gegen Keltern) steuerte zehn Punkte zum Marburger Sieg bei ihrem Ex-Club bei.
Rachel Arthur (hier im Heimspiel gegen Keltern) steuerte zehn Punkte zum Marburger Sieg bei ihrem Ex-Club bei. Quelle: Tobias Hirsch
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Heidelberg

„Ziemlich egal“ sei es, meinte Christoph Wysocki, dass es das Marburger Bundesliga-Team am Sonntag (10. Oktober) in der Schlussphase noch einmal spannend werden ließ. „Am Ende zählt der Sieg“, sagte der Chefcoach des BC Pharmaserv. „Ob wir mit einem Punkt oder mit 20 Abstand gewinnen, ist nebensächlich.“ Letztlich waren es – nach zwischenzeitlicher 56:40-Führung (35. Minute) – fünf Punkte Abstand, war es ein 59:54-Sieg bei den Bascats aus Heidelberg. Dort zu gewinnen, hatte Wysocki vorher klar gemacht, war Pflicht. Diese ist erfüllt worden.

Was aber nicht heißt, dass die Blue Dolphins, dass der Trainer damit vollends zufrieden wären. „Mit der ersten Halbzeit können wir nicht glücklich sein“, sagte Wysocki gegenüber der OP. Mit 34:36 lag der BC nach 20 Spielminuten zurück, zwischenzeitlich lag er gar mit 17:24 (12.) im Hintertreffen. Vor allem Esther Fokke bekamen die Gäste lange nicht in den Griff. Gleichwohl fand Wysocki die Defensivleistung noch „ganz okay“. Offensiv habe sein Team hingegen „nicht den Rhythmus gefunden“. Alex Wilke hielt Marburg mit zehn Punkten bis zur Halbzeitpause im Spiel, hatte den größten Anteil daran, dass die Hypothek für die zweite Hälfte nicht größer war.

Arthur erzielt zehn Punkte gegen ihren früheren Club

In der wurden die Verhältnisse schnell geradegerückt: Die Gäste, die in der Meisterschaft um die Medaillen mitspielen wollen, holten sich nicht nur die Führung, sie zogen mit einem 11:0-Lauf auf 45:36 (26.) davon. Rachel Arthur trug vier Punkte dazu bei, insgesamt kam die Deutsch-Amerikanerin im Spiel bei ihrem ehemaligen Club auf zehn Punkte; 2020 war sie aus Heidelberg nach Marburg gewechselt. Auch defensiv machten Arthur und Co. in dieser Phase einen guten Job, ließen im gesamten dritten Viertel gerade einmal sechs Zähler der „Basketball-Katzen“ aus dem Norden Baden-Württembergs zu – „das war hervorragend“, befand Coach Wysocki.

Weniger glücklich war er mit den vielen Ballverlusten, die sich sein Team erlaubte; über die gesamte Spieldauer waren es 22 Turnover, viele davon durch Schrittfehler. „Das sind völlig unnötige Sachen“, sagte der frühere polnische Nationalspieler. Gegen andere Gegner wäre es schwer geworden, so wurde es am Ende lediglich unnötig eng, wobei der Sieg nur bedingt in Gefahr geriet. Die letzten Zweifel beseitigte Theresa Simon anderthalb Sekunden vor Schluss mit zwei sicher verwandelten Freiwürfen.

Für den BC geht es in Halle an der Saale weiter

Für die Marburgerinnen war es der zweite Saisonsieg im vierten Spiel. Die Heidelbergerinnen, für die es in dieser Spielzeit nur um den Klassenerhalt gehen dürfte, stehen noch ohne Zählbares da. Ebenfalls noch ohne Punkte sind die Lions aus Halle an der Saale. Das Team aus Sachsen-Anhalt empfängt am nächsten Sonntag (16 Uhr) den BC.

SNP Bascats USC Heidelberg: Palenickova 2 Punkte, Washington 6/1 Dreier, Ouedraogo (nicht eingesetzt), Fokke 13/2, Nikpaljevic 7/1, Ottewill-Soulsby 11, Daub 4, Karavassilis 5/1, Kleinert (n. e.), Freije 6.

BC Pharmaserv Marburg: Wilke 13/2, Bertholdt 6 (8 Rebounds), Simon 11, Crymble 6, Klug, Baker 2, Arthur 10/1 (7 Reb., 5 Steals), Yesilova, Weyell (n. e.), Wagner 11/3.

Viertel: 19:15, 17:19, 4:16, 14:9.

Von Stefan Weisbrod