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20:44 30.01.2022
Marburgs Joey Klug (hier gegen Heidelbergs Harriet Ottewill-Soulsby) war Top-Scorerin aufseiten des BC mit 19 Punkten und 9 Rebounds gegen Wasserburg.
Marburgs Joey Klug (hier gegen Heidelbergs Harriet Ottewill-Soulsby) war Top-Scorerin aufseiten des BC mit 19 Punkten und 9 Rebounds gegen Wasserburg. Quelle: Thorsten Richter
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Wasserburg

Turbulente Tage haben die Verantwortlichen des BC Pharmaserv Marburg einmal mehr hinter sich. Am Freitag (28. Januar) wurde Alexandra „Alex“ Wilke per Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet (die OP berichtete). „Das PCR-Test-Ergebnis steht noch aus, aber wir rechnen bis spätestens Dienstag damit. Alex hat bisher leichte Symptome“, erklärte BC-Vorstand Stefan Gnau.

„Alex hat uns überall gefehlt – vor allem im Spielaufbau. Je länger das Spiel ging, desto langsamer wurden wir und haben angefangen, hektisch zu spielen. Das hat man vor allem im ersten Viertel gesehen“, sagte BC-Cheftrainer Christoph Wysocki zu den ersten 15 Spielminuten. Nach einer 6:0-Führung (2. Minute) kam Wasserburg ins Spiel zurück und führte am Ende des ersten Viertels mit acht Punkten (17:9, 10.).

„Das zweite Viertel war in Ordnung. Als ich erfahren habe, dass Alex ausfällt, haben wir im Training einiges ausprobiert, was wir in der Partie umgesetzt haben. Auch in der Verteidigung haben wir geswitcht. Danach wurde das Spiel besser“, fügt Wysocki an.

Mit einem schnellen Pass von Kapitänin Marie Bertholdt auf Rachel Arthur kämpften sich die Blue Dolphins zurück in die Partie und holten sich die Führung wieder (19:20, 13.). Auffällig: Bereits nach 17 Spielminuten hatten alle eingesetzten Spielerinnen aufseiten des BC gepunktet. „Wir mussten den Ausfall von Alex irgendwie kompensieren, also haben wir die Last auf alle Schultern aufgeteilt“, sagte der 65-jährige Coach.

Um die „Last“ weiter zu verteilen, legte Selma Yesilova am Sonntag 637 Kilometer mit dem Zug zurück, um von Berlin nach Wasserburg zu fahren. Am Vorabend war sie noch mit der zweiten Mannschaft bei Alba im Einsatz.

Insgesamt vier Führungswechsel und sechs Gleichstände sahen die Zuschauerinnen und Zuschauer in Wasserburg, ehe Stephanie Wagner zur erneuten BC-Führung traf (46:49, 26.), die nicht mehr aus der Hand gegeben wurde. Zwar kamen die Gastgeberinnen noch einmal bis auf vier Punkte ran (48:52, 29.), am Ende stand aber ein 77:66-Teamerfolg von Marburg zu Buche.

Nach der Partie liefen die Ersatzspielerinnen direkt auf das Feld. Gemeinsam streckten alle einen Daumen in Richtung der Kamera nach oben. „Das war eine Nachricht an Alex, weil wir ihr diesen Sieg widmen. Die fünf Siege in Serie kann uns jetzt keiner mehr nehmen“, erklärte Wysocki nach dem Spiel.

TSV Wasserburg: Barnes 15 Punkte, Brodersen 9/3 Dreier, E. Hebecker, L. Hebecker 10, Reinoehl 14 (9 Rebounds), Scholzgart, Williams 16 (9 Rebounds), Vojtulek 2.

BC Pharmaserv Marburg: Arthur 10, Baker 9, Bertholdt 14, Crymble 9, Grymek, Klug 19 (8 Rebounds), Simon 5, Yesilova 2, Wagner 9 / 3 Dreier.

Schiedsrichter: Frischmuth, Avdic.

Viertel: 17:9, 20:27, 16:22, 14:19.

Von Leonie Rink