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Klug: „Jedes Team in der Liga kann jeden schlagen“
Klug: „Jedes Team in der Liga kann jeden schlagen“
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08:58 18.12.2021
Marburgs Johanna Klug (links, hier in der Partie gegen Osnabrück) setzt sich im Zweikampf durch.
Marburgs Johanna Klug (links, hier in der Partie gegen Osnabrück) setzt sich im Zweikampf durch. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Im Vorfeld der Basketball-Partie des BC Pharmaserv Marburg am Samstag (18. Dezember, 19 Uhr) gegen den TSV Wasserburg sprach die OP mit Johanna Klug, der Flügel-Spielerin der Blue Dolphins, über ihre Einsatzminuten in dieser Bundesliga-Saison, die Ausgeglichenheit der Spielklasse und wie sie Weihnachten in diesem Jahr verbringen wird.

In dieser Saison konnte Ihr Team in sechs Heimspielen erst einen Sieg einfahren. Dagegen gab es in sechs Auswärtspartien erst eine Pleite. Worauf ist die Heimschwäche in dieser Spielzeit zurückzuführen?

Johanna Klug: Das ist eine gute Frage, aber genau kann ich das gar nicht beantworten. Ich hoffe, dass wir das am Samstag ändern können. Und wir wollen auf jeden Fall gewinnen. Es wäre dann erst unser zweiter Heimsieg in dieser Saison. Das wäre schön, wenn wir Zuhause – vor den eigenen Fans – gewinnen und auch dort zeigen, was wir können.

Wenige Einsatzminuten

Wie zufrieden sind Sie einerseits mit Ihren stark schwankenden Einsatzminuten und andererseits mit der Leistung des Teams in dieser Saison?

Klug: Ja, meine Einsatzzeiten sind sehr unterschiedlich. Das liegt vielleicht daran, dass es eine Corona-Pause gab, in der einige Spielerinnen nicht auf dem Feld standen. Im Großen und Ganzen versuche ich aber, alles zu geben, wenn der Coach mich im Spiel haben möchte, um mich so für mehr Spielzeit zu bewerben. Je nachdem, wie er das sieht, was wir gerade im Spiel oder auf dem Parkett brauchen, mache ich das, was ich kann.

Als Team haben wir bei unserer Leistung noch Luft nach oben. Die meisten Auftritte von uns waren durchwachsen. Wir müssen es schaffen, uns 40 Minuten zu fokussieren und mit Intensität in der Defensive zu spielen. Das wirkt sich meistens auch positiv auf unsere Offensive aus, weil wir dann durch leichte Steals Korbleger schaffen. Und nicht wieder nur 20 Minuten durchhalten, wie es in den vergangenen Spielen oft der Fall war.

Wasserburg ist nicht mehr unbesiegbar

Am Samstag ist Wasserburg in der Georg-Gaßmann-Halle zu Gast. Ein Verein, der immer mit Keltern um die Meisterschaft gekämpft hat und nun auf dem elften Platz in der Tabelle steht. Was sind die Gründe dafür und wieso ist die Liga in diesem Jahr so ausgeglichen?

Klug: In Wasserburg gab es im Vergleich zu früher einen Umbruch. Es gab einen neuen Übungsleiter und einige neue, aber gute Spielerinnen. Generell haben viele Teams in dieser Spielzeit aufgerüstet. Aus diesem Grund kann auch jeder jeden in der Liga schlagen. Und nicht mehr nur Keltern, die immer ganz oben gestanden haben. Dadurch wird die Liga auch wieder interessanter und das Ergebnis ist nicht mehr vorhersagbar. Vielleicht wird die Liga dann für die Fans auch wieder attraktiver.

Drei freie Tage über Weihnachten

Zwei Tage vor Heiligabend ist Marburg in Herne zu Gast. Am 29. Dezember geht es weiter mit der Partie gegen Halle. Wie verbringen Sie die Weihnachtsfeiertage in diesem Jahr?

Klug: Es ist geplant, dass wir nach unserem Herne-Spiel drei Tage über Weihnachten frei haben. Danach werden wir wieder trainieren, um uns auf Halle vorzubereiten. Über Silvester werden wir auch trainieren, weil wir am 2. Januar gegen Keltern spielen. Deswegen freue ich mich auf die wenigen Tage, die ich Zuhause mit meiner Familie verbringen kann, um mit ihnen Weihnachten zu feiern. Auch wenn ich mit dem Zug fünf Stunden nach Hause (Nördlingen, Anmerkung der Redaktion) fahren muss.

Von Leonie Rink