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Volles Programm für die Blue Dolphins
Volles Programm für die Blue Dolphins
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11:00 02.12.2021
Gut zuhören! BC-Trainer Christoph Wysocki gibt seinem Team Anweisungen.
Gut zuhören! BC-Trainer Christoph Wysocki gibt seinem Team Anweisungen. Quelle: Tobias Hirsch
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Marburg

Heute Abend sind die Marburger Bundesliga-Basketballerinnen in Sachsen-Anhalt zu Gast, müssen bei den Lions des SV Halle ran. Genau 48 Stunden später – am Samstag um 19 Uhr – beginnt das Heimspiel gegen die Royals aus Saarlouis. Grund zu klagen? Ganz und gar nicht!

„Das ist mir hundertmal lieber als lange Pausen. So kommen wir in unseren Rhythmus“, sagt Trainer Christoph Wysocki. Von seinen Spielerinnen wird es keinen Widerspruch geben. Wer auch gefragt wird, der Tenor ist immer gleich: Alle haben Bock aufs Spielen – und damit auch auf ein volles Programm. Insgesamt stehen in diesem Kalenderjahr noch sieben Pflichtspiele auf dem Plan, 2022 geht es dann direkt am 2. Januar in Keltern weiter.

Der Fokus liegt aber zunächst auf dem Halle-Spiel, das eigentlich bereits am 17. Oktober ausgetragen werden sollte. Die positiven Corona-Tests von Steffi Wagner und Theresa Simon führten zur kurzfristigen Absage, kurz darauf stellte sich heraus, dass sich auch Marie Bertholdt infiziert hatte. Nach unterschiedlich schweren Krankheitsverläufen ist das (vollständig geimpfte) Trio wieder fit, überhaupt sieht es personell gut aus. „Mit voller Kapelle“, wie es Vorstand Stefan Gnau ausdrückt, geht es zu den „Löwinnen“.

Die Lions haben zuletzt Wasserburg deutlich besiegt

Die stehen als Tabellenzehnter mit drei Siegen bei sechs Niederlagen zwei Plätze und zwei Punkte hinter dem BC Pharmaserv. Allerdings dürfte der jüngste 82:66-Sieg zu Hause gegen den TSV Wasserburg für eine Menge Selbstvertrauen gesorgt haben. Angeführt wurden sie dabei von der inzwischen 38-jährigen Britin Rachael Vanderwal, die 17 Punkte zum Erfolg beisteuerte. Sie teilt sich das Kapitänsamt mit der 29-jährigen Tschechin Barbora Kas­parkova, die in der internen Scorerliste mit 14,4 Zählern pro Partie vorn liegt.

Gegen Wasserburg stellte das Team aus Halle unter Beweis, was es offensiv drauf hat – vorher gelang das nur selten. Mit durchschnittlich 63,4 erzielten Punkten bilden die Lions zusammen mit dem Tabellenletzten aus Heidelberg das Schlusslicht in dieser Statistik. Die Marburgerinnen wollen dafür sorgen, dass die Zahl nicht steigt, eher sinkt. Beim 78:61-Erfolg in Göttingen war Wysocki mit der Defensivarbeit zufrieden. „Da müssen wir weitermachen“, sieht der Coach den Schlüssel zum nächsten Auswärtssieg.

Von Stefan Weisbrod