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Lokalsport BC mit Rachel Arthur gegen Herne
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11:58 09.01.2021
Wieder einsatzbereit: Rachel Arthur (links; hier bedrängt von Saarlouis’ Andrea Andelova).
Wieder einsatzbereit: Rachel Arthur (links; hier bedrängt von Saarlouis’ Andrea Andelova). Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Es läuft nicht für den BC Pharmaserv Marburg: Corona-Infektionen im November, eine zweite Quarantäne um Weihnachten, dadurch Spielabsetzungen, eine Wertung gegen das Team samt zusätzlichem Abzug eines Punkts, vorletzter Tabellenplatz in der Bundesliga und am Mittwoch schließlich das Aus im nationalen Pokalwettbewerb. Positiv ausgedrückt, kann es für die Blue Dolphins nur aufwärts gehen.

Doch die nächste Hürde ist hoch: Im Herner TC kommt an diesem Samstag der derzeitige Ligadritte in die Georg-Gaßmann-Halle, formal noch immer der amtierende Deutsche Meister. Im vergangenen Jahr wurde die Saison Corona-bedingt abgebrochen, ohne dass ein Titelträger bestimmt wurde. 2019 hatte sich der Club aus Westfalen die Krone aufgesetzt.

Blue Dolphins müssen sich steigern

Klar ist: Will das Marburger Team gegen die physisch starken Gäste bestehen, muss im Vergleich zur 61:66-Niederlage im Pokal-Viertelfinale gegen Osnabrück eine deutliche Steigerung her. Vor allem in der ersten Hälfte passte beim BC nicht viel, wurden einerseits leichte Punkte des Gegners zugelassen, andererseits viel zu selten der Korb getroffen. Lediglich sechs von 30 Versuchen aus dem Feld fanden ihr Ziel. „Wenn man nicht scort, kann man nicht gewinnen“, fasste Spielmacherin Alex Wilke kurz und knapp zusammen. Immerhin lief es nach der Pause besser: 40 Punkte machten die Dolphins in den zweiten 20 Minuten, kamen dadurch nach deutlichem Rückstand gar noch in Schlagdistanz – letztlich reichte es nicht mehr.

Im HTC kommt nun ein Team nach Marburg, das es dem Gegner stets schwer macht, zu punkten: Nur 63,1 Zähler lässt das Team von Marek Piotrowski im Schnitt pro Partie zu. Offensiv ist es hingegen mit durchschnittlich 69,4 Punkten nur Mittelmaß. Mehr als die Hälfte der Ausbeute geht auf Jelena Vucetic (12,5), Ae’Rianna Harris (12,4) und Kristina Topuzovic (12,3), die sich einen internen Topscorerin-Dreikampf liefern.

Zwei defensivstarke Teams treffen aufeinander

BC-Coach Julian Martinez rechnet mit einem punktearmen Spiel, denn: „Beide Teams können hart verteidigen.“ Die Marburgerinnen haben in ihren fünf ausgetragenen Partien – die 0:20-Wertung vom abgesagten Spiel in Osnabrück ausgenommen – im Schnitt auch nur 64 Punkte zugelassen. „Wir müssen aggressiv spielen, die Intensität muss hoch sein“, sagt Martinez. Der Spanier kann wieder auf Rachel Arthur zurückgreifen. Die Flügelspielerin gehörte nach ihrem Bänderanriss bereits im Pokalspiel zum Aufgebot, kam aber noch nicht zum Einsatz – eine Vorsichtsmaßnahme.

Indes suchen Trainer und Vorstand weiter nach einem Ersatz für Power Forward Megan Mullings, die den Club unter der Woche verlassen hat. Wunsch des Trainers ist eine Spielerin, die als Centerin eingesetzt werden kann. Hanna Crymble könnte dann eher auf die Power-Forward-Position rücken.

Von Stefan Weisbrod