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Mit dem Bus zum eigenen Heimspiel?
Mit dem Bus zum eigenen Heimspiel?
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16:05 08.12.2021
Marburgs Hanna Crymble (rechts) im Kampf um den Ball gegen Saarlouis’ Chelsea Waters in der vergangenen Saison im Basketball-Pokal (Archivfoto).
Marburgs Hanna Crymble (rechts) im Kampf um den Ball gegen Saarlouis’ Chelsea Waters in der vergangenen Saison im Basketball-Pokal (Archivfoto). Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Was gilt nun? Die neuen Corona-Regelungen für Sportveranstaltungen in Hessen verwirren neben Zuschauerinnen sowie Zuschauer auch die Vereinsverantwortlichen. Noch einmal zur Erinnerung: Ab Sonntag gelten in Innenräumen mit bis zu zehn Personen keine Regelungen. Bis zu 100 Personen gelten die 2G-Regelungen sowie Abstands- und Hygienekonzepte. Ab 101 Zuschauenden gilt die 2G-plus-Regel sowie Abstands- und Hygienekonzepte.

Eigentlich, denn der Landkreis Marburg-Biedenkopf entschied indes, dass bei Sportveranstaltungen in landkreiseigenen Hallen keine Zuschauerinnen und Zuschauer erlaubt sind. In den Hallen der Stadt Marburg, wie die Georg-Gaßmann-Halle, in der der BC Pharmaserv Marburg seine Heimspiele austrägt, dagegen sind weiterhin Zuschauerinnen und Zuschauer erlaubt. Die Verantwortlichen des BC Marburg führten seit Beginn der neuen Spielzeit in der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) freiwillig die 2G-Regelung durch.

Über die weiteren Heimspiel wird noch beraten

„Wir haben uns damals dazu entschieden 2G anzuwenden, weil wir einerseits unserem Verantwortungsbewusstsein nachkommen wollten und kein Risiko für die Fans sowie für das Team eingehen wollten“, erklärt BC-Vorstandsmitglied Stefan Gnau die Entscheidung.

Beim Heimspiel diesen Samstag (19 Uhr) gegen die Royals Saarlouis bleibt es dabei. Neu ist allerdings: Das Tragen einer FFP2-Maske ist nun bei allen Spielen der 1. und 2. Liga in der Georg-Gaßmann-Halle sowie auf dem Vorplatz durchgängig Pflicht. Die meist blauen medizinischen Masken reichen nicht mehr. Die Maske darf – auch am Sitzplatz – nur während des Verzehrs abgesetzt werden. Einen Bratwurststand gibt es diesmal keinen – Getränke werden aber weiterhin verkauft. 

Welche Regelungen bei den noch kommenden zwei Heimspielen gegen den TSV Wasserburg (18. Dezember) und den SV Halle (29. Dezember) in diesem Jahr gelten werden, bespricht der Verein aktuell intern.

Basketball Pokal-Achtelfinale: Theresa Simon (BC Marburg, rechts) gegen Linn Schüler (Saarlouis). Quelle: Thorsten Richter

Mit fünf Siegen sowie fünf Niederlagen stehen die Marburgerinnen auf dem siebten Tabellenplatz. In den bisherigen fünf Heimspielen gewannen die Blue Dolphins nur die Partie gegen Osnabrück. Nun soll gegen den Tabellenneunten der zweite Heimerfolg eingefahren werden.

„Ich habe den Mädels schon gesagt, dass wir uns einen Bus nehmen und ein bisschen rumfahren, damit sie das Gefühl bekommen, dass wir ein Auswärtsspiel haben. Oder die Spielerinnen können mich auch mit dem Bus in Gießen abholen. Wenn nicht, nehmen wir einen Linienbus – die Hauptsache ist, dass das Gefühl der Auswärtspartie da ist“, scherzt BC-Coach Christoph Wysocki und fügt an: „Spaß beiseite, wir wollen endlich den zweiten Heimsieg einfahren und auf den Leistungen der vergangenen zwei Erfolge aufbauen. Da war einiges dabei, was sehr gut umgesetzt wurde“, sagt der BC-Trainer.

Mit einem Lächeln im Gesicht

Weiter hofft Wysocki, dass die Marburgerinnen weiterhin Spaß am Basketball haben und die Partie mit einem Lächeln im Gesicht sowohl von den Spielerinnen auf der Bank als auch von den Athletinnen auf dem Parkett beendet wird, was zum Teil beim Sieg gegen Halle der Fall war.

„In den letzten drei Minuten gegen Halle habe ich unseren Nachwuchs spielen lassen. Da wurden zwar einige Fehler gemacht, aber sie werden daraus lernen und es war wichtig für die Entwicklung von jeder einzelnen Spielerin. Deshalb war das in Ordnung“, erklärt der Übungsleiter, wieso die 20-Punkte-Führung bis auf sechs Punkte am Ende dahinschmolz.

Von Leonie Rink