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Lokalsport BC Marburg winkt Einzug in die Playoffs
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07:58 28.02.2021
Eine Szene aus dem Hinspiel: Marburgs Alex Wilke (rechts) zieht an Hannovers Tea Peric vorbei.
Eine Szene aus dem Hinspiel: Marburgs Alex Wilke (rechts) zieht an Hannovers Tea Peric vorbei. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Am Mittwoch (24. Februar) noch ging’s 175 Kilometer nach Süden, am Sonntag (28. Februar) 320 Kilometer in Richtung Norden: Nach dem jüngsten 67:59-Erfolg gegen die Bascats Heidelberg steht für die Bundesliga-Basketballerinnen des BC Pharmaserv Marburg das sechste Spiel binnen 17 Tagen an – im Turn-Klubb (TK) Hannover wartet der Tabellenzehnte auf die Blue Dolphins.

Es ist nicht nur das zweite Aufeinandertreffen mit BC-Rekordspielerin Finja Schaake im Dress des TKH (das Hinspiel gewann Marburg mit 90:72), sondern auch jene Partie, in der das Team um Trainer Christoph Wysocki mit einem Sieg auch rechnerisch in die Playoffs einziehen würde. „Im Grunde sind uns die Playoffs nicht mehr zu nehmen, wir müssten schon fast alle Spiele verlieren“, ging Wysocki nach dem Heidelberg-Spiel die Qualifikation für die K.-o.-Spiele nach der Hauptrunde schon gedanklich durch.

Wysocki: „Kein Druck, Playoffs klarzumachen“

Am Freitag (26. Februar) machte er im Gespräch mit der OP klar: „Selbstverständlich wollen wir es aus eigener Kraft schaffen. Wir haben aber keinen Druck, jetzt schon die Playoffs klarzumachen.“ Nach dem Mammutprogramm der vergangenen Wochen stand für das Team um Kapitänin Marie Bertholdt am Donnerstag etwas Erholung an.

„Sonst kippen die Mädels noch um“, sagt Wysocki, der nicht müde wird, den Hut vor seinen Spielerinnen angesichts der Belastung zu ziehen und den Grund für den Lauf der vergangenen Wochen auch darin sieht, „dass wir psychisch in guter Verfassung sind“. Gegen Niedersächsinnen, die zu Hause wesentlich stärker als auf fremdem Parkett auftreten, könnte dies der Schlüssel zum Erfolg sein.

Eine alte Bekannte auf der gegnerischen Seite

Eine „geschlossen starke Mannschaft, die einen strukturierten Basketball“ spiele, erwartet Wysocki, der die Stärken beim Gegner insbesondere in den Schnellangriffen und Würfen von außen sieht. Vorsicht ist also geboten. Neben der Litauerin Mante Kvederaviciute (30) hat sich der TK kürzlich verstärkt und in Lisa Koop (35) eine frühere Nationalspielerin verpflichtet. Die Centerin spielte letztmals in der Spielzeit 2014/15 für den BC, für den sie insgesamt 200 Bundesligaspiele bestritten hat. Zuletzt stand Koop, die in Hannover ein Arbeitspapier bis Saisonende unterschrieben hat, beim englischen Zweitligisten Newcastle Eagles unter Vertrag.

Fokus liegt auf der Mannschaft

Wysocki, der personell aus dem Vollen schöpfen kann, legt den Fokus jedoch lieber auf sein Team, das mit einem Sieg den vorzeitigen Playoff-Einzug klarmachen will – und sich in den dann noch verbleibenden drei Partien eine bessere Ausgangsposition verschaffen will. Den vierten oder fünften Rang peilt Wysocki an. „Denn den ersten drei Mannschaften von oben würden wir gerne aus dem Weg gehen“, sagt der BC-Coach. Gegen Keltern (67:68) verlor der BC knapp, gegen Wasserburg (67:66) setzte er sich hauchdünn durch. „Die einzige Mannschaft, die uns von den Top Drei nicht liegt, ist Herne.“

Von Marcello Di Cicco