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Lokalsport BC Marburg braucht einen neuen Cheftrainer
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20:00 18.08.2020
Abschied aus familiären Gründen: der bisherige BC-Trainer Dana Beszczynski. Jetzt suchen die Vereinsverantwortlichen nach einem Nachfolger. Foto: Thorsten Richter
Abschied aus familiären Gründen: der bisherige BC-Trainer Dana Beszczynski. Jetzt suchen die Vereinsverantwortlichen nach einem Nachfolger. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Paukenschlag beim BC Pharmaserv Marburg: Dana Beszczynski, der erst vor wenigen Monaten einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2022/2023 unterschrieben hatte, ist nicht mehr Chefcoach des Basketball-Bundesligisten.

Der US-Amerikaner ist aus familiären Gründen nach Österreich, wo seine Frau und seine Kinder leben, zurückgekehrt, wie Stefan Gnau gegenüber der OP berichtet.

„Er hat uns die Situation geschildert und uns unter Tränen gebeten, den Vertrag aufzulösen. Wir haben dafür vollstes Verständnis“, erklärt das Vorstandsmitglied.

Beszczynski, der seit vielen Jahren in Österreich lebt, hatte die Nachfolge von Patrick Unger angetreten, der nach mehr als sieben Jahren als Cheftrainer in Marburg nun Jugendkoordinator bei Männer-Bundesligist Gießen 46ers ist.

Nachfolger soll bis 7. September feststehen

Einige Spielerinnen sind mit Beszczynski im Juli ins Training eingestiegen. Der Coach erklärte noch Ende Juli im Gespräch mit der OP, wie sehr er sich auf die Saison freue. „Auch die Spielerinnen haben deutlich gemacht, dass die Chemie stimmt“, betont Vorstand Gnau. „Daran hat es nicht gelegen.“ Die Spielerinnen sind am Dienstagabend, 18. August, informiert worden.

Die Vereinsverantwortlichen stehen nun vor einer großen Aufgabe, einen Nachfolger für Beszczynski zu finden – möglichst bis zum Start der intensiven Vorbereitung, geplant für den 7. September. „Wir haben bereits erste Gespräche vereinbart“, teilt Gnau mit. Zunächst wird Co-Trainer Frank Arnold interimsweise als Chefcoach fungieren.

Drei Hauptamtliche Trainer im Verein

Neben Arnold gibt es noch zwei weitere hauptamtliche Trainer im Verein: Christoph Wysocki ist vor allem fürs Zweitliga-Team verantwortlich, Matthias Alver für die Teams unterhalb des Leistungsbereichs. Einen dieser drei Trainer dauerhaft zum Chefcoach zu machen, sei aktuell nicht vorgesehen, erklärt Gnau, der jetzt auch als Teammanager fungiert. „Sie haben ihre Funktionen innerhalb unserer neuen Struktur. Wir haben den Eindruck, dass es in dieser Besetzung sehr gut funktioniert und möchten daher daran nichts ändern.“

Nach aktueller Planung soll die neue Bundesliga-Saison am 24. Oktober beginnen. Eine Woche zuvor soll es im Pokal losgehen. Der BC gastiert dort bei den Capitol Bascats Düsseldorf.

BC will in kleiner Halle spielen

Ende Oktober soll die Bundesliga-Saison beginnen – das Marburger Team soll seine Heimspiele dann möglichst in gewohnter Umgebung bestreiten. „Aktuell arbeiten wir an einem Hygienekonzept für die kleine Halle“, berichtet Vorstandsmitglied Stefan Gnau und meint damit die Georg-Gaßmann-Halle, die normalerweise bis zu 1.000 Zuschauer fasst.

Derzeit hoffen die BC-Verantwortlichen darauf, eine Genehmigung für 250 Zuschauer zu bekommen. „Das erscheint uns realistisch.“ Einen Umzug in die größere Sporthalle der Kaufmännischen Schulen möchte der Vorstand möglichst vermeiden: „Damit wäre organisatorisch ein noch deutlich höherer Aufwand verbunden.“

Von Stefan Weisbrod