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Lokalsport Mit BC-Neuzugang Crymble gegen das Topteam
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18:46 07.12.2020
Gegen den USC Freiburg war Marburgs Neuzugang Hanna Crymble schon dabei, spielberechtigt war sie jedoch nicht. Gegen Keltern ändert sich das. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Es ist eine hohe Hürde, die den BC Pharmaserv Marburg da am Sonntag (17.30 Uhr) in der Basketball-Bundesliga der Frauen bei den Rutronik Stars Keltern erwartet – wenn nicht sogar die höchste in der Hauptrunde. „Wenn man mit diesem Kader nicht um die Deutsche Meisterschaft mitspielt, dann weiß es auch nicht“, sagt BC Marburgs Co-Trainer Frank Arnold über das Team aus dem baden-württembergischen Enzkreis.

Auch Keltern-Manager Dirk Steidl räumt gegenüber der OP ein: „Unsere Ambitionen gehen schon Richtung Finale – auch wenn es andere gute Teams wie den TSV Wasserburg und Herner TC gibt.“ Mit dem BC Marburg habe sich Christian Hergenröther, Chefcoach des Deutschen Meisters von 2018, „intensiv beschäftigt“ – zumindest eine Unbekannte gibt es aber für die Gastgeberinnen: Hanna Crymble. Wie Marburgs Teammanager Stefan Gnau am Freitag gegenüber der OP bestätigte, ist die US-Amerikanerin erstmals spielberechtigt, trainiert hat sie mit dem Team bereits.

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Apropos Training: Nach der 56:72-Niederlage gegen Freiburg hatte BC-Cheftrainer Julian Martinez beklagt, dass es die personelle Situation in der Vorwoche nicht möglich gemacht habe, Fünf-gegen-fünf zu spielen, was sich insbesondere auf die Zonenverteidigung ausgewirkt habe. In dieser Woche war dies anders: „Wir waren zu zehnt im Training“, erzählt Arnold, „dadurch war gleich mehr Intensität und Zug drin.“ Um Keltern ein Bein zu stellen, sei eine Leistung „auf Topniveau“ abzuliefern“, fordert Arnold, der am Freitag auch positive Nachrichten zu Hanna Reeh vermelden konnte.

Keine deutsche Spielerin im Kader von Keltern

„Sie trainiert wieder, macht aber noch nicht alle Einheiten bis zum Ende mit. Es wird aber schon besser und stabiler bei ihr“, sagt Arnold, dessen Mannschaft eine echte Herkulesaufgabe erwartet gegen einen Gegner, der keine deutsche Spielerin in seinem Kader hat.

In Krystal Lynette Vaughn (14), Andrijana Cvitkovic (11,2), Emmanuella Mayombo (10,4) und Mailis Pokk (10) haben die Rutronik Stars dafür gleich vier Spielerinnen im Kader, die durchschnittlich zweistellig punkten. In Jasmine Thomas, die vor der Saison das Team verlassen hatte, gab es zuletzt eine Rückkehrerin, mit deren Verpflichtung Keltern auf den verletzungsbedingten Ausfall und den darauffolgenden Weggang von Amber Orrange reagiert hat. Steidl freut sich über die Rückkehr von Thomas, denn: „Sie ist die mit Abstand beste Spielerin, die jemals für uns gespielt hat. Sie hat eine gute Persönlichkeit und wird uns angesichts ihrer Qualitäten helfen können“, ist sich der Manager sicher.

In vier von fünf Partien unterstrich Keltern seine Dominanz, gewann jeweils mit mehr als 20 Punkten Unterschied gegen Heidelberg (93:57), Halle (81:56), Hannover (77:56) und Nördlingen (77:53). Nur gegen Osnabrück ließ Keltern am 1. November mehr als 60 Punkte zu – und verlor (59:67). „Nicht nur, weil es der Gegner gut gemacht hat“, lobt Steidl, sondern auch, „weil wir an dem Tag eine unterirdische Trefferquote hatten, an dem Tag misslang alles, was misslingen konnte.“ Gegen den BC soll es sich nicht wiederholen.

Bundesliga Frauen: TSV Wasserburg – Baskets Göttingen (Sa., 19 Uhr), Eisvögel USC Freiburg – Bascats USC Heidelberg (Sa., 19.30 Uhr), TK Hannover – Herner TC, Panthers Osnabrück – Lions SV Halle, Angels Nördlingen – Royals Saarlouis (alle So., 16 Uhr), Rutronik Stars Keltern – BC Pharmaserv Marburg (So., 17.30 Uhr).

Von Marcello Di Cicco

03.12.2020
03.12.2020