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Lokalsport BC Marburg will ins Pokal-Viertelfinale
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09:00 09.12.2020
Ende Oktober gewann Johanna Klug (rechts) mit dem BC Marburg gegen Johanna Sofia Prytz und die Saarlouis Royals.
Ende Oktober gewann Johanna Klug (rechts) mit dem BC Marburg gegen Johanna Sofia Prytz und die Saarlouis Royals. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Spielrhythmus war es, den BC Marburgs Cheftrainer Julian Martinez lange vermisst hatte. Sofern dem Basketball-Bundesligisten nicht erneut wegen Corona eine Quarantäne ins Haus steht, bieten sich den Blue Dolphins in diesem Monat noch zahlreiche Gelegenheiten, ins Rollen zu kommen.

Sechsmal sind die BC-Frauen in diesem Jahr noch gefordert – diesen Mittwoch (20 Uhr/ www.sporttotal.tv ) im Achtelfinale des Deutschen Pokals gegen die Saarlouis Royals, jenes Team, das Marburg zum Bundesliga-Auftakt mit 76:55 bezwang.

„Wir wissen also, dass wir sie schlagen können“, sagt Martinez, warnt im gleichen Atemzug aber davor, aufgrund des positiven Ergebnisses im ersten direkten Duell Ende Oktober einen Automatismus abzuleiten.

„Intensität, Zähigkeit und Geschwindigkeit müssen über 40 Minuten stimmen, sonst kannst du gegen jeden Gegner verlieren“, warnt der Spanier, der sich dieser Tage entspannter gibt als noch vor zwei Wochen, als dem BC nicht genügend Spielerinnen zur Verfügung standen, um im Training Fünf-gegen-fünf zu spielen.

Royals rechnen sich Chancen aus

„Jetzt herrscht auch ein besserer Konkurrenzkampf“, sagt der Coach, der die jüngste Niederlage gegen Topteam Keltern auf „falsche Entscheidungen“ seiner Schützlinge zum Ende des Spiels zurückführte – und dennoch zufrieden war, denn: „Wir haben gezeigt, dass Keltern nicht viel besser ist. Wir konnten mithalten.“

Nicht nur mithalten, sondern ebenfalls gewinnen will diesmal Saarlouis, das den Pokal zu seinen Glanzzeiten zwischen 2008 und 2010 dreimal in Folge gewann, beim vergangenen Aufeinandertreffen aber früh seine Chancen verspielte, als die Royals im ersten Viertel einen 22:0-Lauf des BC zuließen. „Das war eklatant und darf sich keinesfalls wiederholen“, fordert Royals-Sprecher Tom Störmer, der die Saarländerinnen im zweiten Vergleich der Saison keineswegs chancenlos sieht.

„Beide Mannschaften befinden sich auf Augenhöhe – generell sind in der Liga bis auf Keltern und Wasserburg alle eng beisammen“, meint Störmer, der hofft, dass es den Royals nicht allzu sehr an „Substanz und Rhythmus“ fehlt. Hintergrund: Weil – bis auf eine verletzte Spielerin – alle Akteurinnen und der Trainer mit dem Coronavirus infiziert waren, musste sich das Team nach dem Bundesliga-Auftakt in eine dreiwöchige Quarantäne begeben, vier Wochen setzte es mit dem Training aus. Zuletzt unterlag der noch sieglose Bundesligist den Angels Nördlingen (60:66) und dem TSV Wasserburg (56:73).

DBBL-Pokal, Achtelfinale: Towers Speyer-Schifferstadt – Panthers Osnabrück (Mi., 18.30 Uhr), SV Halle Lions – USC Heidelberg, BG Göttingen – Stars Keltern (beide Mi., 19 Uhr), Rotenburg/Scheeßel – TSV Wasserburg (Mi., 19.30 Uhr), BC Marburg – Saarlouis Royals (Mi., 20 Uhr).

2. Bundesliga setzt Spielbetrieb aus

Die 2. Basketball-Bundesliga der Frauen unterbricht den Spielbetrieb in ihrer Nord- und Südstaffel mit sofortiger Wirkung bis Sonntag, 10. Januar. Grund dafür sind die zuletzt zunehmende negative Pandemie-Entwicklung in Deutschland sowie die verschärften, individuellen Beschränkungen an einigen Bundesliga-Standorten. Dies teilte die DBBL gestern auf ihrer Internetseite mit.

Bis spätestens 10. Januar will die Liga die Rahmenbedingungen beobachten und neu bewerten. „Wir planen derzeit, den Spielbetrieb der 2. Damen-Basketball-Bundesligen am 16. / 17. Januar 2021 fortzusetzen“, wird DBBL-Geschäftsführer Philipp Reuner auf der Homepage der DBBL zitiert. Die zweite Mannschaft des BC Marburg ist das einzige Team in der Nord-Gruppe, das bisher noch kein Spiel bestritten hat.

Von Marcello Di Cicco