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Lokalsport BC Marburg dominiert bei Heimauftakt
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10:31 28.09.2019
Candace White kämpft mit Heidelbergs Michala Palenickova um den Ball. Quelle: Nadine Weigel

BC-Coach Patrick Unger hatte nach der 61:76-Niederlage gegen Nördlingen die Einstellung seiner Spielerinnen kritisiert. Gestern wurden zwar nicht alle seine Wünsche erfüllt, aber sein Team sei bei „80 Prozent“.

So bezifferte Marburgs Trainer die Leistung gemessen an dem, was er und die Zuschauer von seiner Mannschaft erwarten können. Vor toller Kulisse kam sein Team, angeführt von einer überragenden Marie Bertholdt, gut ins Spiel und führte Mitte des Anfangsviertels bereits 19:6.

„Wir haben im Training viel über Einstellung gesprochen“, sagte Unger, der den 79:65-Heimsieg gegen die BasCats USC Heidelberg als Schritt in die richtige Richtung bewertete. Die Mannschaft scheint zumindest gestern verstanden zu haben, was der Übungsleiter von ihr einfordert.
Allerdings muss auch er berücksichtigen, dass der Gast aus Baden-Württemberg äußerst schwach spielte.

Einstellung verloren gegangen

„Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Wir waren von Marburgs Physis und Intensität überrascht. Unsere Einstellung ist wohl irgendwo auf der Autobahn verloren gegangen“, sagte USC-Trainer Dennis Czygan. Er sah, wie sich seine Schützlinge von einer erfolgshungrigen Marburger Mannschaft den Schneid abkaufen ließen.

Sehr lobenswert war das Defensivverhalten des BC – besonders unterm Korb. Mehrmals zwang der Gastgeber die Heidelberger aber auch durch unermüdliche Abwehrarbeit, Würfe aus missgünstigen Positionen zu unternehmen.

Wie in der Verteidigung zeigten sich die Blue Dolphins im Vergleich zum Auftaktspiel auch im Angriff deutlich verbessert. Die Aktionen waren besser geplant und durchdachter. „Wir hatten viel bessere Raumaufteilung und wussten, wo der Ball hin muss“, bemerkte Unger. Ihm missfiel allerdings, dass sein Team noch nicht konstant Vollgas gebe. „Wir haben immer noch Phasen im Spiel, in denen wir ein bisschen abbauen und schleifen lassen“, monierte er. Das zweite Viertel, das 14:14 endete, gehörte streckenweise dazu.

So stellte sich ein Halbzeitstand von 40:30 für den Gastgeber ein. Diesen Vorsprung rückte Marburg nicht mehr heraus, führte in Durchgang zwei mitunter sogar mit 17 Punkten und schaukelte den Heimerfolg letztlich mit 79:65 nach Hause. In den Schlussminuten verteilte Unger dann sogar noch ein Bonbon. Nachwuchsspielerin Lisa Kiefer, die beim BC die Jugendabteilungen durchlaufen hat, bekam ihre ersten Bundesliga-Minuten. Ihr Drei-Punkte-Wurf eine Sekunde vor Schluss verpasste den Korb nur knapp.

von Benjamin Kaiser