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Lokalsport Die zwei Seiten der Susanne Seel
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17:00 01.12.2020
Susanne Seel im Basketball-Dress und nach der Wahl zur Miss Hessen. Fotos: Thorsten Richter, Edwin Henkel
Susanne Seel im Basketball-Dress und nach der Wahl zur Miss Hessen. Quelle: Thorsten Richter, Edwin Henkel
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Marburg

Sie ist der neue Point Guard im Team der „Zweiten“ des BC Pharmaserv Marburg: Susanne Seel. Nach der Auflösung der Krofdorf Knights aufgrund einer fehlenden Halle für den Verein wechselte die 22-Jährige im Sommer zu den Young Dolphins, dem Zweitliga-Team der Marburger.

Für kurze Zeit hatte die Lehramt-Studentin der Fächer Mathematik und Sport ihre Basketballschuhe an den Nagel gehängt. „Mir wurde das einfach zu viel mit dem Abi. Deshalb habe ich nach fünf Jahren in Grünberg aufgehört“, erklärt Seel. Allerdings verfolgte der Basketball die Gießenerin überall – sogar in ihren Träumen.

Vier Jahre lang trug sie das Trikot von Krofdorf, ehe der Verein aufgelöst wurde. „Wir hatten zwar Gerüchte gehört, dass es in dieser Saison schlecht für uns aussieht. Aber dass es ganz endet mit dem Verein, das kam für uns auch unerwartet. Das war dann voll traurig“, blickt Seel zurück.

Angefangen hat die 22-Jährige mit dem Basketball auf Initiative ihrer Mutter Galina im Alter von vier Jahren in Klein-Linden. „Meine Mama ist Basketball-Trainerin. Sie hat mich immer mit in die Halle genommen, und dadurch habe ich mich für den Sport interessiert. Irgendwann ist es dann auch zu meiner Leidenschaft geworden“, stellt die Gießenerin fest.

Schwester animiert sie zu modeln

Aber der Basketball sollte nicht ihre einzige Leidenschaft bleiben. „Meine Schwester hat mich motiviert, zu modeln oder irgendwas in diese Richtung zu machen. So ist es dazu gekommen, dass ich dieses Jahr bei ,Miss Hessen‘ mitgemacht habe“, erzählt Seel. Die 22-Jährige wurde im Januar mit einem deutlichen 200-Punkte-Vorsprung zur „Miss Hessen“ gewählt. Dabei hat sich die Gießenerin gegen erfahrene Miss-Wahl-Konkurrenz durchgesetzt. „Ich war ganz schön überrascht, dass mein Name aufgerufen wurde. Ich habe selbstverständlich gehofft, dass ich gewinne. Aber die Konkurrenz war ziemlich stark – das war alles total aufregend“, sagt Seel.

Gespannt, wie sich das nächste Jahr sportlich und privat entwickeln wird, ist die Gießenerin voller Vorfreude. „Die Miss-Germany-Wahl steht eigentlich an. Mit meinem ,Miss-Hessen‘-Titel habe ich mich dafür qualifiziert. Aber wegen Corona bin ich mir nicht sicher, ob die Wahl überhaupt stattfindet“, sagt Seel. Sportliche Unwägbarkeiten kommen hinzu. „Wir müssen schauen, wie das mit uns gehandhabt wird, schließlich haben wir ja als einziges Team noch kein Spiel in der 2. Liga gemacht“, stellt die 22-Jährige fest. Aber eines ist sicher: Sie wird alles geben – im Spiel und bei der Miss-Wahl.

Von Leonie Rink

01.12.2020
04.12.2020