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15:00 11.07.2017
Michael Schumachers symbolische Aufnahme in die „Hall of Fame“: Managerin Sabine Kehm mit dem früheren Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug (Zweiter von links) sowie Sporthilfe-Aufsichtsratschef Werner E. Klatten (rechts) und Vorstandsvorsitzendem Dr. Michael Ilgner.Foto: Nadine Weigel
Michael Schumachers symbolische Aufnahme in die „Hall of Fame“: Managerin Sabine Kehm mit dem früheren Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug (Zweiter von links) sowie Sporthilfe-Aufsichtsratschef Werner E. Klatten (rechts) und Vorstandsvorsitzendem Dr. Michael Ilgner. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Dass Michael Schumacher nicht persönlich an der Veranstaltung würde teilnehmen können, war klar – der Gesundheitszustand des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters, der sich im Dezember 2013 bei einem Skiunfall schwere Kopfverletzungen zugezogen hatte, ist Privatsache der Familie. Die zweimalige Olympiasiegerin und vielfache Weltmeisterin Magdalena Neuner, die bürgerlich seit ihrer Hochzeit Holzer heißt, sollte hingegen nach Marburg kommen, doch eine „fiese fiebrige Grippe“ hatte sie erwischt, informierte Matthias Killing, der als Moderator durch die Gala im Congresszentrum der Deutschen Vermögensberatung mit rund 150 geladenen Gästen führte.

Die 30-jährige frühere Biathletin und der 48 Jahre alte ehemalige Rennfahrer sind das 109. und 110. Mitglied der vor rund zehn Jahren geschaffenen virtuellen Stätte zur Ehrung deutscher Sportler sowie von Persönlichkeiten des Sports – und zugleich die ersten, deren Aufnahme aus einer Publikumswahl resultierte. Rund 180000 Stimmen von Sportfans waren dafür eingegangen.

Schon in der Jugend "unwahrscheinlicher Siegeswille"

Für Neuner nahm deren Heimtrainer Bernhard Kröll die symbolische Aufnahme-Urkunde entgegen. Er erzählte, dass sein Schützling schon in der Jugend einen „unwahrscheinlichen Siegeswillen gehabt“ habe. Bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver erreichte die damals 23-Jährige zwei Gold- und eine Silbermedaille – der Höhepunkt einer auch ansonsten überaus erfolgreichen Karriere. Zwei Jahre später hörte sie auf.

Schumacher gewann zwischen 1994 bis 2004 sieben Weltmeistertitel in der Formel1. Nach einem Comeback beendete er 2012 seine Karriere. Seine langjährige Managerin Sabine Kehm sagte in Marburg, dass sich „Michael und seine Familie sehr über die Auszeichnung freuen“. Der ehemalige Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug würdigte Schumacher in seiner Laudatio als „Bannerträger des Automobilsports“.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière bezeichnete Neuner und Schumacher als „Sportler, die Millionen in Deutschland mit ihren Leistungen und ihren Erfolgen erfreut und stolz gemacht haben“. Zuvor hatte der CDU-Politiker in einer Festansprache anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Deutschen Sporthilfe die Bedeutung der Stiftung hervorgehoben: „Erfolge des deutschen Sports sind auch Erfolge der Deutschen Sporthilfe.“ Die 1967 gegründete Stiftung, die sich überwiegend aus Spenden und Zuwendungen finanziert, fördert Sportler ideell und materiell. Zurzeit werden rund 3800 Athleten unterstützt.

von Stefan Weisbrod