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Auftakt im Marburger Kreispokal erst im neuen Jahr
Auftakt im Marburger Kreispokal erst im neuen Jahr
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14:58 15.06.2021
Anton Brössel von der SG Rosphe (hinten) setzt sich in dieser Szene gegen Rauischholzhausens Andre Traut durch. In der Kreisliga A Marburg – wie den anderen Männer-Spielklassen in Hessen – soll es Mitte August wieder losgehen (Archivfoto).
Anton Brössel von der SG Rosphe (hinten) setzt sich in dieser Szene gegen Rauischholzhausens Andre Traut durch. In der Kreisliga A Marburg – wie den anderen Männer-Spielklassen in Hessen – soll es Mitte August wieder losgehen (Archivfoto). Quelle: Michael Hahn
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Marburg

Am 1. August soll der Kreispokalsieger im Fußballkreis Marburg feststehen – der Kreispokalsieger der Saison 2020/2021. Formal läuft dann bereits seit einem Monat die Spielzeit 2021/2022. Der Hessische Fußball-Verband hat den Termin als Stichtag festgelegt: Nur wenn spätestens am 1. August das Finale ausgetragen wird, darf ein Kreispokalsieger am Hessenpokal teilnehmen. Und was ist mit dem Wettbewerb der neuen Saison? Der soll komplett in der ersten Jahreshälfte 2022 ausgespielt werden.

Was seit dem Wochenende mehr oder weniger feststeht (der Verbandsspielausschuss muss noch einen formalen Beschluss fassen): In den hessischen Männer-Spielklassen soll es Mitte August losgehen. In vielen Ligen soll in der klassischen Variante mit Hin- und Rückrunde gespielt werden, für andere sind alternative Spielmodelle vorgesehen – in der Kreisoberliga Gießen/Marburg Nord und der Kreisliga A Marburg soll etwa nach einer einfachen Serie unterteilt werden: Die Top sechs sollen um Meisterschaft und Aufstieg spielen, die übrigen Mannschaften Absteiger ermitteln (die OP berichtete).

Was ist neu?

„Wir möchten etwas Neues wagen, wir müssen auch etwas Neues wagen“, sagt Peter Schmidt. Ziel, so der Marburger Kreisfußballwart, sei es, Vereine einerseits nicht zu überlasten, andererseits aber auch sicherzustellen, dass die Anzahl der Partien – insbesondere auch der Heimspiele, aus denen viele Clubs einen beträchtlichen Teil ihrer Einnahmen generieren – nicht zu gering wird.

Der Kreisoberliga gehören 19 Mannschaften an, der Marburger Kreisliga A 18 Teams. Beim nun vorgesehenen Modell kämen pro Mannschaft zwischen 27 (A-Ligist in der Aufstiegsrunde) und 30 (Kreisoberligist in der Abstiegsrunde) Partien heraus und damit etwa so viele, wie es auch in kleineren Klassen mit 15 oder 16 Teams gibt.

Vor- und Nachteile

Schmidt macht keinen Hehl daraus, dass es ihm lieber gewesen wäre, zwei Wochen später zu starten. „Aber die Mehrheit hat entschieden, das ist so in Ordnung. Es gibt Vorteile und Nachteile.“ Zu den Vorteilen gehört, dass nur wenige Mittwochsspieltage angesetzt werden müssen, um in den entsprechenden Klassen die Einfachrunde bis Ende November austragen zu können. Das, erklärt der Kreisfußballwart, werde angestrebt, um frühzeitig die Pläne fürs Frühjahr machen zu können.

Dann, so der Plan, werden die Kreisoberligisten und A-Ligisten noch zwischen zehn und zwölf Partien auszutragen haben, auch in den Klassen mit Hin- und Rückrunde sollen es nicht deutlich mehr werden. „Wir hätten dann etwas mehr Luft für den Kreispokal“, sagt Schmidt bewusst im Konjunktiv, denkt dabei zum einen an die Witterung etwa im März und zum anderen an die Corona-Pandemie: „Wir hoffen alle, dass wir sie bald überstanden haben, aber niemand kann die Entwicklung sicher vorhersagen.“

Von Stefan Weisbrod