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An Spannung mangelt es zum Auftakt nicht
An Spannung mangelt es zum Auftakt nicht
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21:10 05.07.2021
Starker Auftritt: Patrick Zahraj hat am Montag souverän gewonnen und spielt am Dienstag um den Einzug ins Hauptfeld. Foto: Thorsten Richter
Starker Auftritt: Patrick Zahraj hat am Montag souverän gewonnen und spielt am Dienstag um den Einzug ins Hauptfeld. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Manch banger Blick ist am Montag gen Himmel gegangen. Doch es blieb bei ein paar Tropfen – nichts, was zu größeren Problemen auf der Tennisanlage an der Willy-Mock-Straße geführt hätte. Und so gingen die 16 Partien, die stattfinden sollten, auch zwischen dem Vormittag und dem frühen Abend über die Bühne. Dass neben der ersten nicht auch die zweite und entscheidende Runde der Qualifikation am ersten Tag der Marburg Open ausgetragen werden sollte, war bereits vorher entschieden worden. „So haben wir auch am zweiten Tag 16 Begegnungen. Das passt“, sagte Turnierdirektor Robin Löffler.

Darunter sollen laut Ansetzung drei Doppel-Partien und fünf Matches der ersten Runde des Einzel-Hauptfelds sein – direkt in einem der ersten mit dem Topgesetzten: Der Grünberger Julian Lenz, Nummer 273 der ATP-Weltrangliste, trifft auf den Niederländer Ryan Nieboer – sofern die Witterung es zulässt. Das Spiel auf dem „Sparkassen-Court“ soll frühestens um 14 Uhr beginnen.

Patrick Zahraj will Hauptfeld erreichen

Direkt davor, frühestens um 12.30 Uhr, soll auf demselben Platz Patrick Zahraj auf Yan Sabanin aus Russland treffen. „Natürlich“, sagte Zahraj am Montag, wolle er nun den Einzug ins Hauptfeld schaffen. Der erste Schritt gelang ihm letztlich souverän: Gegen Daniel De Jonge spielte er geduldig, nutzte seine Chancen. Im ersten Satz (6:3) war ein Break zum 4:2 entscheidend, im zweiten Durchgang (6:2) holte er sich gleich das erste Aufschlagspiel seines niederländischen Kontrahenten, ließ zwar direkt ein Rebreak zu, zog dann aber davon.

„Sicherlich“, sagte der Sohn des früheren Marburger Trainers Radek Zahraj, seien ihm der Untergrund und die Bedingungen zugute gekommen: „Ich kenne Daniel. Ich weiß, dass er sehr aggressiv ist, dass er gern auf die Winner geht“, erklärte der 22-Jährige, der wie De Jonge in der US-College-Liga spielt. „Das funktioniert auf Hartplatz in Amerika besser als auf nassem Sand hier in Marburg.“

Mike Bezolt sammelt Erfahrung

Viele andere Spiele der ersten Qualifikationsrunde fielen knapper aus. Insgesamt acht „normale" Tiebreaks sahen die Zuschauerinnen und Zuschauer, zudem wurden vier Partien im Match-Tiebreak entschieden. Besonders umkämpft war die Begegnung des deutschen Youngster Liam Gavrielidis, betreut von Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann, gegen Yannik Steinegger, die der Schweizer schließlich mit 11:9 im entscheidenden dritten Durchgang für sich entschied.

Für Mike Bezolt war es ein kurzer Auftritt, aber dennoch eine außergewöhnliche Erfahrung. Der 18-Jährige, der sonst für den TV Marburg in der Gruppenliga aufschlägt, spielte gegen Aleksandre Bakshi. Einige Male brandete Applaus für gelungene Aktionen des Lokalmatadors auf, ein Spielgewinn gelang ihm gegen den georgischen Profi aber nicht. Vorbei ist das Turnier für Bezolt damit jedoch noch nicht: Im Doppel tritt er zusammen mit Maximilian Grenz an. Das Duo soll am Dienstag frühestens um 16 Uhr auf Zahraj und Maik Steiner treffen.

Ergebnisse und Ansetzungen

Am Montag haben gespielt

Qualifikation Einzel, 1. Runde: Kirill Kivattsev (Russland) – Andres Gabriel Ciurletti (Italien) 6:7 (7:9), 6:7 (3:7); Liam Gavrielides (Deutschland) – Yannik Steinegger (Schweiz) 6:1, 3:6, 9:11; Christoph Negritu (Deutschland) – Dax Donders (Niederlande) 7:6 (7:3), 7:6 (8:6); Lawrence Bataljin (Australien) – Maik Steiner (Deutschland) 4:6, 3:6; Paul Wörner (Deutschland) – Zura Tkemaladze (Georgien) 6:3, 5:7, 10:7; Julian Peter (Deutschland) – Sidane Pontjodikromo (Niederlande) 1:6, 1:6; Guy Den Heijer (Niederlande) – Maximilian Homberg (Deutschland) 6:7 (3:7), 6:2, 10:8; Florian Broska (Deutschland) – Guillaume Dermiens (Belgien) 7:5, 6:4; Yan Sabanin (Russland) – Guy Den Ouden (Niederlande) 7:6 (7:4), 6:4; Patrick Zahraj (Deutschland) – Daniel De Jonge (Niederlande) 6:3, 6:2; Milan Welte (Deutschland) – Christopher Patzanovsky (Deutschland) 6:1, 6:3; Jing Long Weng (Niederlande) – Raphael Collignon (Belgien) 2:6, 6:3, 8:10; Aleksandre Bakshi (Georgien) – Mike Bezolt (Deutschland) 6:0, 6:0; Deney Wassermann (Niederlande) – Tim Handel (Deutschland) 6:7 (10:12), 6:7 (9:11); Niels Visker (Niederlande) – Amaury Raynel (Frankreich) 5:7, 4:6; Dominik Recek (Tschechien) – Karlo Cubelic (Deutschland) 6:4, 6:2.

Am Dienstag spielen

Qualifikation Einzel, 2. Runde: Wörner – Pontjodikromo; Negritu – Steiner; Den Heijer – Broska; Ciurletti – Steinegger (alle um 11 Uhr); Sabanin - Zahraj; Welte – Collignon; Baskshi – Handel; Raynel - Recek (jeweils frühestens um 12.30 Uhr).

Hauptfeld Einzel, 1. Runde: Julian Lenz (Deutschland) – Ryan Nijboer (Niederlande); Alexander Donski (Bulgarien) – Jeremy Jahn (Deutschland); Alvaro Lopez San Martin (Spanien) – Gauthier Onclin (Belgien); Jonathan Mridha (Schweden) – Wilson Leite (Brasilien) (jeweils frühestens um 14 Uhr); Max Wiskandt (Deutschland) – Kyrian Jacquet (Frankreich) (frühestens um 16 Uhr).

Hauptfeld Doppel, 1. Runde: Maik Steiner/Patrick Zahraj (beide Deutschland) – Mike Bezolt/Maximilian Grenz (beide Deutschland); Dax Donders/Jing Long Weng (beide Niederlande) – Daniel De Jonge/Guy Den Ouden (beide Niederlande); Aleksandre Bakshi/Zura Tkemaladze (beide Georgien) – Aleksandre Metreveli (Georgien)/Marko Tepavac (Serbien) (jeweils frühestens um 16 Uhr).

Von Stefan Weisbrod