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Lokalsport Schüler gehen mit Profis auf Korb-Jagd
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00:18 16.04.2019
Ruben Spoden war bei dem Training mit der Klasse 5d für die Theorie zuständig.  Quelle: Florian Lerchbacher
Amöneburg

Einmal mit echten Profis trainieren – für viele junge und auch alte Sportler ein großer Traum, der den Schülern der Klasse 5d der Stiftsschule nun in Erfüllung ging: Die Amöneburger hatten die „School Clinic“ der Frankfurt Skyliners zu Gast, also einen Trainer und einen Spieler, die eine Trainingseinheit für die Jungen und Mädchen gestalteten.

Und vor allem Nachwuchshoffnung Niklas Pons beeindruckte die Schüler – nicht nur, als er während eines Spielchens zum Dunking ansetzte, sondern auch schon durch seine schnellen Bewegungen und die Sicherheit am Ball. Während er für die praktischen Vorführungen zuständig war, kümmerte sich Trainer Ruben Spoden vornehmlich um die Theorie – zeigte aber ebenfalls, warum er in der Vergangenheit erste und zweite Bundesliga spielte.

Die beiden Skyliners, die zuvor eine Trainingseinheit an der Grundschule Kirchhain geleitet hatten, legten ein Hauptaugenmerk auf den sicheren Umgang mit dem Ball, was bei den Schülern sichtlich gut ankam. Mit Spaß und Disziplin waren sie bei den Übungen dabei und versuchten, die Anweisungen möglichst gut umzusetzen. Besonders die verschiedenen Dribbling-Varianten kamen beispielsweise bei Sophie Herget gut an.

Einladung zu einem Bundesliga-Heimspiel in Frankfurt

Die Schülerin spielt eigentlich Handball – doch auch dabei spielt Ballbehandlung eine wichtige Rolle, insofern will sie das Gelernte übertragen. Ähnlich ging Mitschülerin Nele Josephine Balzer an die Trainingseinheit heran: „Das ist schon cool“, kommentierte sie das Training mit den Profis.

Besonders cool war es aber natürlich für Michael Eva, der selber für den TSV Kirchhain auf die Jagd nach Körben geht. Am liebsten würde er auch Profi werden, gab er im Gespräch mit dieser Zeitung zu. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, für den er aber einiges mitgenommen hat aus dem Training: „Der Handwechsel im Laufen – das lässt sich im Spiel bestimmt gut anwenden.“

Seit 16 Jahren gibt es das Projekt „Basketball macht Schule“ der Skyliners, mit dem der Bundesligist den Sport an die Jugend näher herantragen will. Die Klassenlehrer Gudrun Kraus und Bernd Steinebach hatten die Stiftsschule nach einer Fortbildung bei dem Frankfurter Team dafür angemeldet. Dann hieß es, sich in Geduld zu üben. Wie Projektleiterin Anja Emler berichtet, beträgt die Wartezeit inzwischen bis zu vier Jahre: „Uns fehlt ein Sponsor, sonst könnten wir mehr School Clinics anbieten.“

Jeder Schüler bekam ein T-Shirt der Skyliners und die Chance, Profis Fragen zu stellen. Zudem wird die Klasse noch zu einem Bundesliga-Heimspiel nach Frankfurt eingeladen. Übrigens hatten die Stiftsschüler im Vorfeld des Trainings genau eine alles entscheidende Frage: „Bist Du Millionär?“, beantwortete Pons trocken und mit einem Lachen: „Nö.“

von Florian Lerchbacher