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Lokalsport Am Abbruch führt kein Weg mehr vorbei
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08:57 16.05.2020
Hessenligist Eintracht Stadtallendorf um seinen Trainer Dragan Sicaja könnte als Gewinner aus einem Saisonabbruch hervorgehen. Quelle: Miriam Prüßner/Archiv
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Marburg

Die Vereine der Fußballkreise Marburg, Biedenkopf und Frankenberg haben sich mit überwältigender Mehrheit für die Beendigung der Saison 2019/20 ausgesprochen.

Im Fußballkreis Marburg stimmten nur 10,2 Prozent von 49 teilnehmenden Vereinen für eine Fortsetzung der Saison. Von den knapp 90 Prozent, die für eine Beendigung stimmten, sprachen sich 57,1 Prozent für die vorzeitige Beendigung mit einem Aufsteiger nach Quotientenregelung und keine Absteiger aus.

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Für die Beendigung mit Auf- und Absteigern nach Spielgeschehen stimmten 18,4 Prozent, für einen Abbruch ohne Wertung (Annullierung) und einem Neustart votierten 14,3 Prozent.

Im Fußballkreis Biedenkopf stimmten rund 85 Prozent für einen Abbruch. Knapp 15 Prozent stimmten für eine Fortführung und sportliche Beendigung der laufenden Runde über den 30. Juni hinaus (beispielsweise ab dem 1. September oder später).

Wertung der Saison in der Diskussion

Bei der Kreiskonferenz Frankenberg votierten von 23 Vereinen und Spielgemeinschaften nur 2 für eine Fortsetzung – 21 wollen die Spielzeit beenden. „Das ist ein klares Votum“, sagten übereinstimmend Marburgs Kreisfußballwart Peter Schmidt und der noch amtierende Frankenberger Kreisfußballwart Friedhelm Weinreich.

Zuvor hatten sich bereits zahlreiche andere hessische Fußballkreise für einen Abbruch der Saison ausgesprochen. „Jetzt läuft wohl alles darauf hinaus, dass die Saison nicht beendet wird. Die Frage, die noch geklärt werden muss, ist, wie wird gewertet. Jetzt ist also der Hessische Fußball-Verband an der Reihe“, ergänzte Peter Schmidt.

Stadtallendorf könnte aufsteigen

Das Verbandspräsidium wird die Ergebnisse nun zusammentragen und am Samstag, 16. Mai, eine Entscheidung fällen. Es spricht nunmehr alles für einen Abbruch der Saison 2019/20. „Es gibt eine Tendenz in diese Richtung“, bestätigte auch bereits HFV-Vizepräsident Torsten Becker und ergänzte: „Es wird bei solchen Entscheidungen immer Gewinner und Verlierer geben. Wir ringen hier wirklich um die bestmögliche Lösung.“

Nach der Verbandspräsidiumssitzung an diesem Samstag wird danach der Verbandstag des HFV im Juni eine endgültige Entscheidung fällen. Käme es wie erwartet, stünde der derzeitige Tabellenführer TSV Eintracht Stadtallendorf als Hessenliga-Meister und Aufsteiger in die Regionalliga Südwest fest.

Von Michael E. Schmidt

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