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Lokalsport Amateure starten in die neue Saison
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16:58 12.08.2021
Auch in der anstehenden Saison gibt es auf den heimischen Fußballplätzen einiges zu beachten – für die Aktiven, aber auch für die Zuschauenden.
Auch in der anstehenden Saison gibt es auf den heimischen Fußballplätzen einiges zu beachten – für die Aktiven, aber auch für die Zuschauenden. Quelle: Archivfoto: Thorsten Richter
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Marburg

Offiziell startet die Saison im hessischen Amateurfußball am kommenden Wochenende, doch bereits am Donnerstag (12. August) um 18.45 Uhr treffen die zweiten Mannschaften des SV Mardorf und der SG Niederklein/Schweinsberg aufeinander. Es ist das erste Meisterschaftsspiel auf Kreisebene seit dem 23. Oktober 2020, also nach fast zehn Monaten Corona-Zwangspause.

Peter Schmidt hat keinen Zweifel daran, dass der Start in die neue Spielzeit gelingen wird – nicht nur, weil die bisherigen Pokalspiele sowie Vorbereitungsturniere in Mardorf, Roßdorf und Bauerbach gezeigt hätten, „dass die Leute Lust auf Fußball“ haben. Vor allem stimmt den Marburger Kreisfußballwart optimistisch, dass die Vereine gut vorbereitet seien, wenn es um die Corona-Auflagen geht. „Die Hygienekonzepte wurde ja schon vergangene Saison erstellt und bisher gut umgesetzt – auch wenn es manchmal schwierig ist, dass Zuschauer auf Sportplätzen die Abstände einhalten können“, weiß Schmidt um die räumlichen Schwierigkeiten auf so manchem Gelände.

Luca-App im Einsatz

Doch die Einhaltung der Abstände und das obligatorische Desinfizieren der Hände vor Betreten des Sportplatzes sind nur zwei von mehreren Vorkehrungen, die auch zur neuen Runde ständiger Begleiter sind. Dazu gehört ebenso die Kontaktdaten-Erfassung beim Eintritt, bei der viele Vereine auf die Luca-App zurückgreifen. Im Kreis Biedenkopf sei sie laut Kreisfußballwart Diether Achenbach am häufigsten verbreitet. „Weiterhin gibt es auf den Sportplätzen verschiedene Zonen, damit Spieler nicht mit Zuschauern in Kontakt kommen“, sagt Schmidt. Auf gemeinsames Einlaufen der Teams wird ebenfalls verzichtet. Die Sportheime sind zwar wieder geöffnet, beim Betreten von geschlossenen Räumen gelte aber weiterhin Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Hoffen auf mehr Impfwillige

Pandemiebedingt mussten die zwei vergangenen Spielzeiten zu unterschiedlichen Zeitpunkten abgebrochen werden. Ob die dritte Corona-Saison in Folge auf sportlichem Wege und nicht am Grünen Tisch beendet werden kann? Schmidt ist vorsichtig optimistisch. „Vor einem Jahr hatten wir keine Tests und keine Impfungen, jetzt sind schon 60 Prozent der Menschen geimpft“, gibt der Bauerbacher zu bedenken – und er hofft, dass es auch unter den Sportlerinnen und Sportlern mehr Impfwillige werden, genau wie der Hessische Fußball-Verband (siehe Infobox) und Achenbach. „Ich habe bei den Rundenbesprechungen appelliert, dass die Vereine ihren Spielern empfehlen sollen, sich impfen zu lassen. Nur so kommen wir durch die Pandemie“, sagt der Hinterländer Kreisfußballwart.

Zwar hat der HFV als Folge der vergangenen Saisonabbrüche mit alternativen Spielmodellen reagiert (die OP berichtete), die Sehnsucht nach einem normalen Saisonverlauf ist bei Verantwortlichen, Aktiven und Zuschauern aber groß. „Die Impfquote stimmt mich optimistisch, dass wir den Rundenverlauf diesmal hinbekommen“, sagt Peter Schmidt.

Hessischer Fußball-Verband richtet Appell an Vereine

In einem Rundschreiben zum Spielbetrieb unter Corona- Bedingungen hat der Hessische Fußball-Verband (HFV) vor dem Saisonstart einen Appell an alle Vereine gerichtet. Neben der Einhaltung der bekannten Hygieneregeln und der Umsetzung der bewährten Hygienekonzepte erinnert der HFV an drei Aspekte, die umzusetzen seien:
So sollen Teams auf „gesellige Runden“ in den Kabinen verzichten, da die Ansteckungsgefahr in geschlossenen Räumen am größten sei.

Auch auf den Ersatzbänken sollten Spieler den Mindestabstand einhalten, oder aber die Spieler sollten einen Mund-Nase-Schutz tragen, um das Ansteckungsrisiko zu vermindern.
Des Weiteren empfiehlt der Verband, Urlaubsrückkehrer erst 72 Stunden nach deren Ankunft und nur nach Vorliegen eines negativen Schnelltests wieder in den Spiel- und Trainingsbetrieb aufzunehmen.

Wie der Landessportbund (siehe Seite 18) appelliert der HFV an Verantwortliche und Spieler, die vorhandenen Impfangebote wahrzunehmen. „Der Erfolg der kommenden Saison wird nicht nur von der Umsetzung der Hygienekonzepte abhängen, sondern im Wesentlichen auch von einer möglichst hohen Anzahl geimpfter Spieler“, heißt es in dem Rundschreiben. Die zwei vergangenen Spielzeiten wurden pandemiebedingt abgebrochen. mdc

Von Marcello Di Cicco