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Lokalsport Eintracht Stadtallendorf gewinnt den Kreispokal
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22:59 19.07.2022
Wetters Robin Dempt (links) gegen Stadtallendorfs Timo Cecen (Eintracht Stadtallendorf).
Wetters Robin Dempt (links) gegen Stadtallendorfs Timo Cecen (Eintracht Stadtallendorf). Quelle: Thorsten Richter
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Wetter

Formal ist die Fußball-Saison 2021/2022 seit knapp drei Wochen beendet – eine Entscheidung der alten Spielzeit ist aber erst am Dienstagabend gefallen: Der TSV Eintracht Stadtallendorf hat sich den Marburger Kreispokal gesichert. Der Hessenligist feierte vor 400 Zuschauerinnen und Zuschauern in Wetter einen standesgemäßen 6:1-Sieg beim zwei Klassen tiefer spielenden VfB Wetter.

Nur kurz schien eine Überraschung im Bereich des Möglichen: Noch keine drei Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, da setzte sich Niko Gehrmann auf dem rechten Flügel durch, bediente Noah Drescher, der den Ball aus dem Lauf heraus an Eintracht-Schlussmann Joao Borgert vorbei ins Tor spitzelte – der 1:2-Anschlusstreffer. Steffen Schäfer, der beim VfB gemeinsam mit Clemens Drescher die sportliche Verantwortung trägt, sprach nach dem Spiel von einem „klasse Tor“ und freute sich, dass die Mannschaft „das gemacht hat, was wir uns in der Pause vorgenommen haben“. Konkret: mutiger nach vorn zu spielen, Chancen zu suchen.

Das war in der ersten Hälfte nicht gelungen. Der Favorit aus Stadtallendorf wollte schnell für klare Verhältnisse sorgen, nutzte die erste und die zweite Möglichkeit: Malcolm Phillips köpfte nach Ecke von Timo Cecen das 1:0 (7. Minute), Arne Schütze traf mit einem Flachschuss aus 25 Metern, ließ Wetters Keeper Paul Diehl, der im weiteren Spielverlauf einige Male seine Fähigkeiten unter Beweis stellte, in dieser Szene nicht gut aussehen (12.). Weil die Gäste weitere Gelegenheiten nicht nutzten – Del-Angelo Williams schoss allein drei Mal knapp rechts vorbei – blieb es bis zur Pause beim 2:0 aus Eintracht-Sicht.

Williams war es dann, der dafür sorgte, dass die Spannung nach dem Anschlusstreffer nicht lange anhielt: Fünf Minuten nach dem 1:2 des VfB stellte er den alten Abstand wieder her, erhöhte weitere fünf Minuten später auf 4:1 – mit einem tollen Tor: Nach einer Flanke von Paul Jura stoppte der Stürmer den Ball mit der Brust, nahm ihn mit dem rechten Fuß direkt aus der Luft. Wetter spielte in dieser Phase durchaus mit: Ein Gehrmann-Schuss wurde von Joshua Enobore geblockt, Paul Busch zielte ein kleines bisschen zu hoch, ebenso wie später Steffen Muth.

Letztlich fiel das Ergebnis um zwei Tore zu hoch aus – um die beiden Treffer, die Damijan Heuser kurz vor Schluss (87., 88.) erzielte. „Da hat man gemerkt, dass die Kräfte nachlassen“, sagte Schäfer, fand dennoch lobende Worte für die Mannschaft, die bei tropischen Temperaturen „eine Menge Meter gemacht hat“. Am Einsatz lag es wahrlich nicht. „Der Klassenunterschied ist einfach deutlich geworden“, fasste Schäfer zusammen. Eintracht-Trainer Dragan Sicaja sprach trotz mancher Konzentrationsfehler von einer „seriösen Leistung“ seiner Mannschaft, die sich damit für den Hessenpokal qualifiziert hat.

Von Stefan Weisbrod