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Lokalsport Ex-Profi Alexander Huber zieht Kreispokal-Paarungen
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18:44 19.06.2022
Die „Losfee“ und der Pokalspielleiter: Alexander Huber (links) und Jens Ratz.
Die „Losfee“ und der Pokalspielleiter: Alexander Huber (links) und Jens Ratz. Quelle: Stefan Weisbrod
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Marburg

Mit Beschwerden seines Heimatvereins muss Alexander Huber bestimmt nicht rechnen: Der frühere Erst- und Zweitliga-Profi aus Neustadt hat bei der Auslosung der Begradigungs- und der ersten regulären Runde des Marburger Kreispokals im Sportheim des FV Wehrda die Funktion der „Losfee“ übernommen. Und weil er den VfL Neustadt – den Verein, für den er in der Jugend spielte, für deren Alte Herren er hin und wieder aktiv ist – erst sehr spät zog, hat der Kreisoberliga-Aufsteiger etwas länger „frei“. Und in B-Ligist TSV Ernsthausen ist dem A-Liga-Meister zudem ein Gegner zugelost worden, der nicht die allerhöchste Hürde darstellen dürfte.

Insgesamt haben sich 53 Vereine und Spielgemeinschaften aus dem Fußballkreis Marburg für den Wettbewerb angemeldet. Besser gesagt: So viele von denen, die in der Vorsaison am Spielbetrieb teilgenommen hatten, haben sich nicht abgemeldet. „Das ist in der Einladung klar so formuliert worden“, teilte Pokalspielleiter Jens Ratz mit.

Los geht es am 26. und 27. Juli mit den 21 Partien der Begradigungsrunde. Nominell das Topspiel: Im FSV Cappel und im VfL Dreihausen treffen zwei Kreisoberligisten aufeinander. Die sieben Clubs, die in der abgelaufenen Saison auf Verbandsebene aktiv waren, sind direkt für die erste Runde gesetzt worden. Diese soll Anfang August ausgetragen werden.

Die Spiele

Begradigungsrunde: VfB Lohra – SG Niederklein/Schweinsberg (Spiel 1), SSV Hatzbach – 1. FC Waldtal (2), BSF Richtsberg – SG Salzböde-Lahn (3), SG Rosphe – SG Versbachtal (4), FV Bracht – SV Großseelheim (5), Germania Betziesdorf – TSV Speckswinkel (6), SV Langenstein – SV Beltershausen (7), FV Cölbe – SG Lahnfels (8), Spvgg Hassen-/Bellnhausen – SV Mardorf (9), TSV Erksdorf – TSV Caldern (10), TSV Wohratal – RSV Roßdorf (11), RSV Kleinseelheim – TSV Michelbach (12), SG Ebsdorfergrund – Spvgg Rauischholzhausen (13), FC Sindersfeld – FV Wehrda (14), FSV Cappel – VfL Dreihausen (15), SV Schönstadt – TSV Amöneburg (16), FV Bürgeln – TSV Elnhausen (17), FC Oberwalgern – FSV Borts-/Ronhausen (18), TSV Moischt – Borussia Momberg (19), SV Erfurtshausen – Intertürk Neustadt (20), VfR Niederwald – SG Niederweimar/Haddamshausen (21).

Erste Runde: Sieger Spiel 1 – Eintracht Stadtallendorf, 2 – VfB Marburg, 3 – SF BG Marburg, 4 – SV Bauerbach, 5 – VfB Wetter, 6 – FSV Schröck, 7 – SV Emsdorf, 8 – 9, 10 – 11, 12 – 13, 14 – 15, 16 – 17, 18 – 19, 20 – 21, FSV Sterzhausen – TSV Kirchhain, TSV Ernsthausen – VfL Neustadt.

Huber, der seit einigen Jahren in Rodgau lebt, hat zu manchen früheren Frankfurter Mitspielern wie Alex Meier noch sporadisch Kontakt, wie er im Rahmen der Auslosung verriet. Die Entwicklung der Eintracht freue ihn. Der Sieg in der Europa League, damit die Qualifikation für die Champions League bezeichnete er als „Riesending“, hob die Fans der SGE hervor: „Auch wegen ihnen kennt jetzt jeder in Europa die Eintracht“, sagte der früherer Mittelfeldspieler, der 2006 in einem Uefa-Cup-Spiel der Eintracht bei Celta Vigo das Tor zum 1:1-Endstand erzielt hatte.

An den Paarungen, die der inzwischen 37-Jährige zog, hatte kein anwesender Vereinsvertreter etwas auszusetzen, jedenfalls beschwerte sich auf Nachfrage Ratz’ niemand öffentlich. Der Pokalspielleiter äußerte darüber hinaus die Hoffnung, dass die ausgelosten Partien auch wie vorgesehen ausgetragen werden, nachdem es im Vorjahr eine Vielzahl von Absagen und Verlegungen gegeben hatte. Viel Spielraum für Verschiebungen ist nicht vorgesehen: Schon am 22. Oktober soll das Finale ausgetragen werden – und damit deutlich früher als in der Vorsaison: Erst am Dienstag, 19. Juli, ermitteln VfB Wetter und Eintracht Stadtallendorf in Wetter den Kreispokal-Sieger 2021/2022 – also genau eine Woche bevor der neue Wettbewerb startet.

Von Stefan Weisbrod