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Lokalsport Nur noch drei heimische Teams in der Gruppenliga
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11:00 30.06.2022
Stefan Frels, hier noch als Bauerbacher Coach. Als Trainer von Aufsteiger TSG Wieseck trifft er in der Gruppenliga auf seinen früheren Club, der aus der Verbandsliga abgestiegen ist.
Stefan Frels, hier noch als Bauerbacher Coach. Als Trainer von Aufsteiger TSG Wieseck trifft er in der Gruppenliga auf seinen früheren Club, der aus der Verbandsliga abgestiegen ist. Quelle: Thorsten Richter (Archivfoto)
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Marburg

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf ist in der Saison 2022/2023 nur noch mit einem Trio statt einem Quartett in der Gruppenliga Gießen/Marburg vertreten: Nach dem Aufstieg des VfL Biedenkopf in die Verbandsliga findet sich kein Club aus dem Fußballkreis Biedenkopf mehr auf dritthöchster hessischer Ebene. Aus dem Fußballkreis Marburg sind weiterhin VfB Wetter und FSV Schröck dabei, hinzugekommen ist der SV Bauerbach. Der SV Emsdorf ist als Tabellenletzter in die Kreisoberliga abgestiegen.

Ein Drittel des Feldes der Vorsaison „ausgetauscht“

Teams der Gruppenliga Gießen/Marburg in der Saison 2022/2023

▼ FC Cleeberg

▼ SV Bauerbach

▼ FC Gießen II

► FC Burgsolms

► TSF Heuchelheim

► Spvgg Leusel

► VfB Wetter

► SG Waldsolms

► SG Eschenburg

► FC Ederbergland II

► FSV Schröck

► SG Kesselbach/Odenh./A.

► TSV Bicken

► FSV Braunfels

► MTV Gießen

▲ SG Oberes Edertal

▲ SG Ehringshausen/Dillheim

▲ TSG Wieseck

Insgesamt sind sechs der 18 Mannschaften neu beziehungsweise nach einer Pause zurück in der Klasse, ein Drittel des Feldes ist also „ausgetauscht“ worden: Neben Bauerbach kommen der FC Cleeberg und der FC Gießen II als Absteiger aus der Verbandsliga. Anders – nämlich besser – ist die Stimmungslage etwa bei der SG Oberes Edertal, die als Meister der Kreisoberliga Nord erstmalig den Sprung in die Gruppenliga geschafft hat. Weitere Aufsteiger aus der Kreisoberliga sind die SG Ehringshausen/Dillheim aus der West- und die TSG Wieseck aus der Südstaffel.

Die Wiesecker, vor allem bekannt für ihre Nachwuchsmannschaften, die stets in hohen Klassen vertreten sind, kehren mit ihrem Männerteam nach drei Jahren in der Kreisoberliga zurück in die dritthöchste Verbandsspielklasse. Gecoacht wird das Team aus dem Gießener Stadtteil seit dem Frühjahr von Stefan Frels, der bereits einige Jahre im Jugendbereich der TSG tätig gewesen war, ehe er 2017 zum SV Bauerbach wechselte, den Club in seinem ersten Jahr in die Verbandsliga führte. 2020 übergab er an seinen vorherigen Assistenten Hendrik Lapp – in der neuen Saison wird es nun in der Gruppenliga zum direkten Aufeinandertreffen von früherem Chef- und Co-Trainer kommen.

Die SG Ehringshausen/Dillheim ist ein Neuling in dieser Klasse, jedenfalls als Spielgemeinschaft: In der Saison 2009/2010 hatte die damals noch eigenständige Sportgemeinschaft Ehringshausen zuletzt in der Gruppenliga gespielt, war zwischenzeitlich in die Wetzlarer Kreisliga A abgestiegen und gründete 2015 die Spielgemeinschaft mit dem FSV Dillheim. Die SG Oberes Edertal besteht seit 2008 aus den Vereinen SV Reddighausen und TSV Holzhausen – und feierte nun den größten Erfolg ihres Bestehens.

Schröck und Wetter sind schon lange in der Klasse

Für den FC Cleeberg geht es nach drei Verbandsliga-Jahren – zwei Saisons davon wurden coronabedingt abgebrochen – zurück in die Gruppenliga. Ein Jahr länger war die zweite Mannschaft des FC Gießen in der zweithöchsten hessischen Liga vertreten.

In der hatten auch der VfB Wetter und der FSV Schröck bereits gespielt, das ist allerdings schon einige Jahre her: Die Wetteraner, die die abgelaufene Saison auf Rang sechs beendeten, stehen vor ihrer sechsten Gruppenliga-Spielzeit in Serie, die Schröcker, die zuletzt auf dem zehnten Platz landeten, bereits vor ihrer siebten.

Meister der Liga seit 2010

2010: Eintracht Lollar
2011: Teutonia Watzenborn-St.
2012: TSV Steinbach
2013: TuS Naunheim
2014: FSV Schröck
2015: SG Kinzenbach
2016: TSV Bicken
2017: VfB Marburg
2018: SV Bauerbach
2019: SC Waldgirmes II
2020: TSV Michelbach
2021: Abbruch ohne Meister
2022: VfL Biedenkopf

Von Stefan Weisbrod