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Lokalsport 14 Monate Sperre für Spieler des TSV Marbach
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13:56 09.02.2020
Symbolfoto: Ein Schiedsrichter zeigt einem Fußballspieler die Rote Karte. Quelle: Patrick Seeger/dpa
Marburg

Das Sportgericht unter der Leitung von Usinger und den Beisitzern Gerd Nienhaus (Wetter) und Dieter Grün (Rauischholzhausen) sah es als erwiesen an, dass der TSV-Spieler am 6. Oktober vergangenen Jahres beim B-Kreisliga-Spiel gegen den FC Oberwalgern einem Gegenspieler einen Kopfstoß verpasst hat, der laut Usinger eine Platzwunde nach sich zog. Diese musste mit sechs Stichen genäht werden. Die Sperre gegen den Marbacher Kicker gilt rückwirkend seit dem 17. Oktober bis zum 6. Dezember dieses Jahres.

„Bei einer einjährigen Sperre spricht man von 36 Spielen, sodass diese Sperre 44 Pflichtspielen entspricht“, sagte Usinger, der zugleich feststellte: „In den vier Jahren, seit ich Vorsitzender des Kreissportgerichts bin, hat es einen solch schweren Vorfall noch nicht gegeben.“

Verurteilter Spieler ist ein Wiederholungstäter

Bei der Verhandlung sei der Beschuldigte nicht anwesend gewesen. Vonseiten des TSV und des Schiedsrichters der Partie wurden die Geschehnisse allerdings bestätigt. „Der Spieler hatte ein Jahr zuvor schon einmal eine Tätlichkeit gegen einen Spieler begangen“, sagte Helmut Inerle, Geschäftsführer der Fußball-Abteilung des TSV Marbach, gegenüber der OP.

Seit dem Vorfall in Oberwalgern ist der Kicker nicht mehr für Marbach aktiv. „Er kann zwar bei unseren Spielen zuschauen, als Spieler kehrt er aber nicht zurück“, sagt Inerle, „wir wollen da gar nichts einreißen lassen.“ Gleichzeitig teilte Inerle mit, dass der Spieler nicht aus dem Verein geworfen wurde. Sollte er den Nachweis erbringen, dass er sich gebessert habe, sei eine Rückkehr denkbar.

von Marcello Di Cicco