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BC Marburg Marburg hält nur bis zur Pause mit
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19:33 17.04.2019
Marburgs Diana Voynova (rechts, gegen Wasserburgs Rebecca Tobin) konnte trotz einer leichten Knieverletzung spielen. Quelle: Foto: Miriam Prüßner
Marburg

Ein Spiel auf Augenhöhe, ein Spiel, das möglichst lange spannend bleibt, vielleicht gar eine große Überraschung. Das hatten sich alle Fans des BC Pharmaserv Marburg gewünscht. Entsprechend groß war am Sonntag die Stimmung unter den rund 500 Zuschauern, als die Marburgerinnen einen Dreier nach dem anderen trafen. Über 14:4 stand es 20:14 nach dem ersten Viertel.

Aber es war eben erst das erste Viertel. Eine Momentaufnahme. Gut reingekommen ins Spiel, den Gegner im Griff gehabt, zu Fehlern gezwungen. So sollte es weitergehen. Ging es aber nicht. Ganz im Gegenteil.

Der BC Pharmaserv Marburg kann gegen den amtierenden Meister nix reißen.

Wasserburgs Trainer Georg Eichler schien in der kurzen Viertelpause seine Mannschaft wachgerüttelt zu haben: „In der Tat haben wir zu Beginn viel zu schlecht verteidigt, wirkten müde, waren nicht bereit.“

Dies änderte sich schlagartig. Seine Spielerinnen benötigten drei Minuten, um aus dem 14:20 ein 22:20 zu machen. Marburg hielt zwar bis Ende des zweiten Viertels mit und ging nur mit einem 29:31-Rückstand in die Kabine, doch deutete vieles daraufhin, dass das mit der Augenhöhe bei dieser Auseinandersetzung nichts mehr werden würde. „In der Tat hat Wasserburg vor der Pause nicht gut getroffen, danach umso besser.

Wir sind noch weg, aber auch nicht so weit, wie es das Ergebnis ausdrückt“, sagte Unger, was aber sicherlich auch mit Zweckoptimismus zu tun hatte. Schließlich hat Unger vor der Saison davon gesprochen, ganz vorn anzugreifen.

Davon war am Sonntag jedoch nur in den ersten zehn Minuten etwas zu sehen. Wasserburgs Trainer befand trotzdem: „Wir haben immer großen Respekt vor Marburg. Und bis zur Pause hat es die Mannschaft auch richtig gut gemacht.

Erst als wir unsere Intensität – vor allem in der Defense – steigerten, lief es wesentlich besser.“ Ganz im Gegensatz dazu kam Marburg mit der überaus engen Deckung überhaupt nicht mehr zurecht. Abspielfehler häuften sich, zudem wurden beste Chancen bei Fastbreaks nicht genutzt.

Und so räumte auch Svenja Greunke ein: „Klar ist der Gegner individuell erstklassig besetzt, aber wir haben heute als Team nicht gut zusammengespielt. Das muss besser werden. Hinzu kamen viele einfache Fehler, die gegen einen Gegner wie Wasserburg nicht passieren dürfen. Aber auch daran werden wir arbeiten.“

PC Pharmaserv Marburg – TSV Wasserburg 52:76 (20:14, 9:17, 11:26, 12:19). Marburg: Stephanie Wagner (16/davon 3 Dreier), Tonisha Baker (3/1), Marie Bertholdt (8), Paige Bradley (3), Svenja Greunke (7/1), Finja Schaake (7/1), Diana Voynova (8). Wasserburg: Laura Audere (10/2), Milica Deura (9/2), Margaux Galliou-Loko (19/5), Haiden Palmer 16/1), Monique Reid (12), Rebecca Tobin (5), Petra Zaplatova (2). Zuschauer: 500.

von Michael E. Schmidt