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Hessen WM für deutsche Darts-Spieler vorbei: Nico Kurz unterliegt
Sport Hessen WM für deutsche Darts-Spieler vorbei: Nico Kurz unterliegt
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15:22 23.12.2019
Nico Kurz in Aktion. Quelle: John Walton/PA Wire/dpa
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London

Auch nach seinem Ausscheiden bei der Darts-WM behielt Nico Kurz sein Grinsen. Bei dem 22 Jahre alten Debütanten aus Hanau überwog trotz des bitteren 2:4 in der dritten Runde gegen den Engländer Luke Humphries das Positive. "Alleine die Erfahrung nehme ich mit, bei einer WM teilgenommen zu haben. Ich bin auf jeden Fall stolz auf mich. Dass ich es soweit geschafft habe, macht Mut", sagte Kurz in einer ersten Reaktion beim TV-Sender Sport1 am Montag. Neben den Erfahrungen darf sich der Hesse über 25 000 Pfund freuen - das höchste Preisgeld, das er in seiner Laufbahn bislang eingefahren hat.

Zuvor hatte Kurz, der noch ohne Spitzname antritt, die Engländer James Wilson und Joe Cullen besiegt. Der ebenfalls ungesetzte Humphries spielte mit Kurz auf einem Niveau, zeigte aber beim Finish auf die Doppel-Felder die besseren Nerven. "Luke war einen Ticken besser, da gibt es nicht groß viel zu sagen. Er hat mir keine Chance gelassen, darum hat er gewonnen", analysierte Kurz.

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Nach dem Aus von Max Hopp (3. Runde) und Gabriel Clemens (1. Runde) hat nun auch Kurz, der nur Rang 222 in der Weltrangliste belegt, den Sprung in das nach Weihnachten beginnende Achtelfinale verpasst. In der Geschichte des Turniers war damit noch immer kein Deutscher in der Runde der letzten 16. Vor allem Hopp, der den Achtelfinal-Einzug ohne einen Sieg gegen einen gesetzten Spieler hätte schaffen können, ärgerte sich nach seinem 2:4-Aus am Sonntag gegen Litauens Außenseiter Darius Labanauskas.

Der auf der Londoner Bühne losgelöst jubelnde Humphries trifft am Samstag (16.00 Uhr/Sport1 und DAZN) auf den Belgier Kim Huybrechts, der ebenfalls ungesetzt ist und überraschend im Achtelfinale steht. Darts betreibt der Youngster Kurz bislang nur nebenbei, er arbeitet eigentlich als Industriemechaniker. Auch 2020 will er nach eigener Aussage noch nicht zum Vollzeit-Profi werden. "Es geht ganz normal weiter, und dann schauen wir, wo die Reise hinführt", sagte Kurz.

dpa