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Hessen Steinruck jubelt über Olympia-Norm beim Frankfurt-Marathon
Sport Hessen Steinruck jubelt über Olympia-Norm beim Frankfurt-Marathon
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16:01 27.10.2019
Katharina Steinruck aus Deutschland jubelt im Ziel des Frankfurt Marathon 2019 in der Festhalle. Quelle: Silas Stein/dpa
Frankfurt/Main

Katharina Steinruck ließ sich im Ziel des Frankfurt-Marathons auf dem Roten Teppich in der Festhalle feiern. Die 30-Jährige von der LG Eintracht Frankfurt kam am Sonntag in der persönlichen Bestzeit von 2:27:26 Stunden auf Rang zehn und knackte damit die Olympia-Norm. Ihr Clubkollege, der frühere 1500-Meter-Weltklasseläufer Homiyu Tesfaye, scheiterte dagegen bei dem Versuch, gleich bei seinem Debüt über die 42,195 Kilometer die Olympia-Qualifikation zu schaffen.

2017 war Steinruck noch unter ihrem Geburtsnamen Heinig bei der WM in London dabei. Nun kann sie nach ihrer Hochzeit im Vorjahr für das nächste sportliche Highlight planen. Steinruck blieb bei ihrem gelungenen Auftritt gut zwei Minuten unter der für Tokio 2020 geforderten DLV-Vorgabe von 2:29:30 Stunden. "Ich laufe zu Hause die Olympia-Norm - geiler geht's gar nicht! Ich bin total happy über die Zeit", sagte sie und freute sich schon auf die kulinarische Belohnung am Abend: "Eine große Platte beim Eritreer."

Ihre Mutter und Trainerin Katrin Dörre-Heinig war einst eine Weltklasse-Läuferin und gewann 1988 in Seoul Olympia-Bronze. Sie fiel der erfolgreichen Tochter im Ziel um den Hals. "Sie hat alles richtig gemacht. Ich hoffe, sie weiß jetzt, wie schnell sie rennen kann", sagte sie stolz.

Steinruck ist damit die zweite Deutsche neben Melat Kejeta Yisak, die mit einem der drei Olympia-Tickets planen darf. Die gebürtige Äthiopierin aus Kassel hatte beim Berlin-Marathon debütiert und als Sechste in 2:23:57 Stunden gleich geglänzt. An ihre Zeit wird wohl keine Deutsche bis zum nächsten Sommer herankommen.

Die 38. Auflage in Frankfurt gewann bei den Frauen Valary Aiyabei aus Kenia nach einem langen Sololauf in der Streckenrekord-Zeit von 2:19:10 Stunden. Beim ältesten deutschen Städtemarathon setzte sich der Äthiopier Fikre Tefera bei den Männern in 2:07:08 Stunden durch. Veranstalter Jo Schindler war über diese Zeit sichtlich enttäuscht. "Die Männer sind, wenn man so sagen kann, zwischendurch eingeschlafen", sagte er mit Blick auf das bummelnde Führungs-Quartett.

Tesfaye blieb kurz vor dem Ziel bei inzwischen regennasser Straße mit einem Oberschenkelkrampf stehen, nachdem er bereits zur Halbmarathon-Distanz keinen Tempomacher mehr hatte und am Ende immer langsam wurde. Dennoch kämpfte er sich noch als 29. in 2:18:30 Stunden ins Ziel. Der 26 Jahre alte gebürtige Äthiopier, der seit 2013 für Deutschland startet und damals WM-Fünfter über 1500 Meter war, will im nächsten Jahr noch einmal einen Anlauf wagen. "Ich habe alles gegeben", sagte Tesfaye. "Aber ich bin die halbe Strecke alleine gelaufen."

Bester Deutscher am Main war der Erfurter Karl Junghannß. Der deutsche Spitzen-Geher wurde 27. in 2:17:54 Stunden. Die Qualifikationszeit für Olympia liegt bei 2:11:30 Stunden, bislang hat kein deutscher Läufer sie geknackt. Der olympische Marathon soll wegen der große Hitze nicht in Tokio, sondern in Sapporo stattfinden. "Japan ist ein absolut euphorisches Sportlerland. Da ist es egal, wo der Marathon stattfindet", sagte Steinruck.

dpa

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