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Hessen Sportbund Hessen enttäuscht: "Nicht wieder hinter Bordellen"
Sport Hessen Sportbund Hessen enttäuscht: "Nicht wieder hinter Bordellen"
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15:32 03.11.2020
Zwei Tore stehen auf einer Sportanlage. Quelle: Paul Zinken/dpa-zb-Zentralbild/ZB/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Man werde der gesellschaftspolitischen Verantwortung zwar weiter nachkommen. "Das Verbot jeglichen Sportbetriebs auf den Sportanlagen trifft den Vereinssport aber sehr hart", fügte Müller an. Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ist Freizeit- und Amateursport bis Ende November nicht gestattet. Ausnahmen werden in manchen Bundesländern höchstens beim Individualsport gemacht, Mannschaftsspiele und Training sind bis 30. November bundesweit untersagt.

In Hessen ist "nunmehr jeglicher Betrieb von öffentlichen und privaten Sportanlagen für den Freizeit- und Amateurbereich untersagt", wie der LSB mitteilte. Man habe sich eine differenziertere Vorgehensweise gewünscht, sagte Präsident Müller, der auf andere Bundesländer und deren Ausnahmen verwies. "Auf dieser Grundlage hätten unsere Verbände sportartspezifische Empfehlungen aussprechen können. Das hatte sich schon im Frühjahr bewährt."

Dass der Vereinssport in den vergangenen Tagen von der Politik als "Freizeitgestaltung" bezeichnet wurde, ärgert den Landessportbund und seinen Chef. Man wünsche sich "mehr Wertschätzung" in den politischen Debatten. Wie es ab 1. Dezember weitergeht, ist derzeit noch offen. "Die Einordnung des Sports in den politischen Beschlüssen hinter den Spielhöllen und Bordellen sollte sich nicht wiederholen", mahnte Müller.

dpa