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Hessen Marathon: Lokalmatadorin Steinruck peilt Olympia-Norm an
Sport Hessen Marathon: Lokalmatadorin Steinruck peilt Olympia-Norm an
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15:02 25.10.2019
Katharina Steinruck aus Deutschland beim Zieleinlauf des Frankfurt Marathon 2018. Quelle: Silas Stein/dpa/Archivbild
Frankfurt/M.

Wie sie sich am nächsten Morgen fühlen wird, weiß Katharina Steinruck jetzt schon ganz genau. Der Frankfurt-Marathon am Sonntag (10.00 Uhr/hr) ist ihr 13. Lauf über die klassische 42,195-Kilometer-Distanz. "Der Tag danach ist der bekannte Tag, wo man die Treppe rückwärts runter geht", sagte die 30-jährige Lokalmatadorin mit Blick auf die zu erwartenden Muskelschmerzen nach der Strapaze. Steinruck war vor ihrer Heirat unter ihrem Geburtsnamen Heinig schon bei der Leichtathletik-WM 2017 am Start. Am Main will sie nun die Olympia-Norm für Tokio 2020 knacken.

Im Ziel auf dem Roten Teppich in der Festhalle soll am Ende eine Zeit unter 2:29:30 Stunden stehen. "Für mich ist das Rennen am Sonntag sehr, sehr wichtig. Ich habe gut trainiert und alles getan, jetzt muss ich es nur noch auf den Punkt bringen", sagte Steinruck am Freitag als deutscher Top-Star bei der 38. Auflage in Frankfurt. Ihre Bestzeit liegt bei 2:28:34 Stunden. Steinrucks Mutter und Trainerin Katrin Dörre-Heinig war einst eine Weltklasse-Läuferin und gewann 1988 in Seoul Olympia-Bronze. Ihr Vater Wolfgang hat Hindernisläuferin Gesa Krause zu internationalen Erfolgen geführt.

Die Ausdauerspezialistin rechnet damit, dass ein deutscher Startplatz für Tokio schon weg ist: Melat Kejeta Yisak, eine gebürtige Äthiopierin aus Kassel, hatte beim Berlin-Marathon debütiert und gleich als Sechste in 2:23:57 Stunden geglänzt. "Ich bin davon überzeugt, dass es nicht nur drei Mädels gibt, die die Olympia-Norm laufen werden", erklärte Steinruck. Man könne selbst mit der Quali-Zeit "kein sicheres Ticket" für die Sommerspiele ziehen. "Ich werde deshalb im Frühjahr noch mal einen Marathon laufen. Aber jetzt erst mal: Feuer frei für Sonntag!"

Die Favoritin ist eine andere: Lonah Salpeter, Israelin mit kenianischer Abstammung, reiste mit einer Bestzeit von 2:19:46 Stunden an. Die Veranstalter hoffen auf einen Streckenrekord, den bisher die Äthiopierin Meskerem Assefa (34) mit 2:20:36 Stunden hält, und die erste Zeit unter 2:20. Auch deshalb stehen in diesem Jahr die Frauen im Vordergrund.

Bei den Männern sind 2:11:30 Stunden als Olympia-Norm gefordert, dies hat bisher kein Deutscher geschafft. In der Laufszene schauen viele auf Homiyu Tesfaye: Der gebürtige Äthiopier, der wie Heinig für die LG Eintracht Frankfurt startet, belegte bei der Leichtathletik- WM 2013 und EM 2014 Rang fünf über 1500 Meter. Nun wagt sich der Olympia-Halbfinalist von 2016 auf die Marathonstrecke.

Zudem will der Magdeburger Frank Schauer seine 2017 in Frankfurt aufgestellte Bestzeit von 2:16:30 Stunden verbessern. Gleich acht Läufer haben eine Bestzeit von unter 2:08 Stunden vorzuweisen. Darunter ist Junioren-Weltrekordler Tsegaye Mekonnen aus Äthiopien und der bereits 43 Jahre alte Kenianer Mark Kiptoo.

Katharina Steinruck kann sicher auch für diese Asse sprechen, wenn sie ihre Gefühle nach einem Marathon beschreibt: "Im Ziel fühlt man sich auf jeden Fall euphorisch. Total happy, dass man es geschafft hat. Und vor allem, dass es endlich vorbei ist."

dpa

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