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Hessen Hindernisläuferin Krause leidet unter Corona-Krise
Sport Hessen Hindernisläuferin Krause leidet unter Corona-Krise
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17:17 21.04.2020
Gesa Krause läuft beim Silvesterlauf. Quelle: Harald Tittel/dpa/Archivbild
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Boulder/USA

Diese Ungewissheit ist furchtbar", sagte die WM-Dritte über 3000 Meter Hindernis in einem Interview auf spiegel.de (Dienstag). "Es ist schwer, von heute auf morgen ein neues Ziel zu definieren."

Die 27 Jahre alte Frankfurterin, die für den Verein Silvesterlauf Trier startet, erklärte: "Ich bin jetzt zehn Jahre Profiläuferin. Ich war Europameisterin, habe WM-Bronze gewonnen. Da gibt es nicht mehr viel, was ich erreichen kann. Eine Medaille bei Olympischen Spielen ist das, was mich antreibt."

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Die Verschiebung der Sommerspiele in Tokio auf 2021 sei "eine Riesenenttäuschung" für sie: "Allerdings darf man nicht vergessen: Viele Leute sind vom Coronavirus schwer krank geworden. Sie haben ihren Job verloren oder im schlimmsten Fall Familie und Freunde. Warum soll es uns Athleten besser gehen?"

Krause trainiert seit Wochen in Boulder/Colorado, wo die Laufbahnen an Schulen für die Öffentlichkeit weiter zugänglich sind. "Das war mein großes Glück. So konnte ich jede Woche gut 170 Kilometer abspulen. In Deutschland hätte ich schon lange nicht mehr trainieren können." Das Training sei das Einzige, was ihrem Leben gerade Sinn gebe. "Ohne das Laufen wüsste ich gar nicht, was ich mit meiner Zeit machen sollte. Nur das ganz große Ziel fehlt eben."

Mit Blick auf ihre finanzielle Situation verwies Krause darauf, dass viele ihrer Sponsorenverträge eine Bonusklausel beinhalten - mit Startprämien und Zulagen für gute Platzierungen bei Olympia, EM oder WM. Diese fielen momentan weg. "Ich kann nur hoffen, dass mir einige Sponsoren die Treue halten", sagte die deutsche Rekordhalterin.

dpa